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| 17:47 Uhr

Nach dem Fahrplanwechsel
Verbesserte Bahnanschlüsse jetzt im Stundentakt

Seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember gibt es einige Verbesserungen im Regionalbahnverkehr. Aber noch immer sind die Reisezeiten einfach zu lang, um mit dem Autoverkehr konkurrieren zu können, kritisiert der Fahrgastverband Pro Bahn.
Seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember gibt es einige Verbesserungen im Regionalbahnverkehr. Aber noch immer sind die Reisezeiten einfach zu lang, um mit dem Autoverkehr konkurrieren zu können, kritisiert der Fahrgastverband Pro Bahn. FOTO: Pro Bahn Lausitz
Senftenberg. Seit dem Fahrplanwechsel gibt es Verbesserungen im Regionalbahnverkehr auch für die Region Senftenberg. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert aber trotzdem zu lange Reisezeiten. Von Catrin Würz

Der Fahrplanwechsel beim Regionalbahnverkehr, der am 9. Dezember in Kraft getreten ist, bringt für Senftenberger und Fahrgäste aus dem Umland Verbesserungen mit sich.  Denn seit Sonntag werden in der Kreisstadt nun endlich stündliche Anschlüsse zwischen der Regionalbahn 24 aus Berlin und den Linien RE 18 nach Ruhland-Dresden sowie RB 49 nach Ruhland-Falkenberg/Elster umgesetzt. Für die Fahrgäste bestehen damit stündliche Reisemöglichkeiten von Altdöbern, Calau, Großräschen und Lübbenau nach Dresden, Bad Liebenwerda, Lauchhammer oder Ruhland. „Damit wird nun endlich eine Forderung realisiert, die wir schon seit Jahren an die Planer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg gestellt haben“, lobt Fabian Stöbel vom Fahrgastverband Pro Bahn die Verbesserungen im Fahrplan. Bisher gab es alle zwei Stunden den Anschluss in Senftenberg.

Als ein verbessertes Angebot dürfte von den Fahrgästen in der Senftenberger Region ebenfalls wahrgenommen werden, dass die Regionalbahn RB 49 ab sofort auch am Wochenende künftig zweistündlich auf der gesamten Linienlänge von Cottbus via Ruhland und Bad Liebenwerda nach Falkenberg/Elster verkehrt. Bisher gab es hier einzelne Angebotslücken zwischen Ruhland und Falkenberg/Elster.

So lobenswert die Verbesserungen im neuen Bahnfahrplan auch seien: Der große Wurf ist das noch nicht, sagt Fabian Stöbel von Pro Bahn Lausitz, der Regionalgruppe des Fahrgastverbandes für Südbrandenburg. Der Verband fordert von der Politik eine Horizonterweiterung für ein zukunftsgewandtes Lausitzer Bahnnetz. Nach wie vor bestimmen zu lange Fahrzeiten den Schienenpersonennahverkehr in der Lausitz. So müssten zwischen Cottbus, Senftenberg und Dresden sowie zwischen Senftenberg und Berlin die Reisezeiten deutlich reduziert werden, um zumindest mit den Fahrzeiten im Autoverkehr konkurrenzfähig zu werden.

Beispielsweise benötigt der Regionalexpress 18 von Dresden bis Senftenberg fast 80 Minuten. Mit dem eigenen Auto ist man in der Regel fast eine halbe Stunde schneller. „Hier besteht dringend Handlungsbedarf, um das Bahnangebot noch attraktiver zu machen“, kommentiert Fabian Stöbel.