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| 02:45 Uhr

Verärgert über Abriss-Staub

Starker Lärm und viel Staub sind die Folgen des Abrisses von Wohnungen in der Rosa-Luxemburg-Straße in Schipkau. Laut KWG sind bisher etwa 75 Prozent des Abbruchs gebrochen und abgefahren worden.
Starker Lärm und viel Staub sind die Folgen des Abrisses von Wohnungen in der Rosa-Luxemburg-Straße in Schipkau. Laut KWG sind bisher etwa 75 Prozent des Abbruchs gebrochen und abgefahren worden. FOTO: Steffen Fiebig
Schipkau. Der Abriss von leer stehenden Wohnungen in der Schipkauer Luxemburgstraße hat das Blut von Ortsvorsteher Steffen Fiebig in Wallung gebracht. Den Betrieb einer Brecheranlage, die das Abrissmaterial erstmals im laufenden Stadtumbau vor Ort – und damit genau gegenüber der Kindertagesstätte – schreddert, "habe ich gestoppt", erklärt er. jag/kw

Der Lärm und die Staubentwicklung seien unerträglich und unverantwortlich. Bei Temperaturen im Frostbereich werde einfach darauf verwiesen, dass der Einsatz von Wasser zum Minimieren des Staubes unmöglich sei. "Bisher ist das abgebrochene Material ja auch immer abtransportiert und anderswo zu Recyclingmaterial gemacht worden", betont Steffen Fiebig.

Die Beschwerden sind auch im Schipkauer Rathaus angekommen. "Nach unserer Kenntnis wurde die Abbruchtechnologie, speziell der Einsatz der Brecheranlage vor Ort auf der Baustelle, vom Landesamt für Umwelt genehmigt", erklärt Bauamtsleiter Martin Konzag. Für Abbrucharbeiten werde schon seit einigen Jahren keine gesonderte Genehmigung mehr verlangt. Diese seien der Bauaufsichtsbehörde des Landkreises lediglich noch anzuzeigen. Und das sei hier erfolgt.

Die Gemeinde habe die Beschwerden unverzüglich an die Kommunale Wohnungsgesellschaft (KWG) Senftenberg, in deren Auftrag abgerissen wird, weitergeleitet. Unternehmenssprecher Ralf Weide erklärt am Montag: "Bei der heutigen Baubesprechung haben wir einen Stopp für die Brecheranlage veranlasst, weil aufgrund von Dauerfrost, nicht wie durch uns gefordert, bewässert werden kann." Die Brecherarbeiten würden erst bei Plusgraden wieder aufgenommen. "Wir werden darauf achten und dafür sorgen, dass zwingend bewässert wird, um die Staubentwicklung zu minimieren", versichert Weide.