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| 15:51 Uhr

Crystal Meth als Familienunternehmen
Senftenberger Vater-Sohn-Dealer sollen zehn Jahre hinter Gitter

Vater und Sohn sollen im großen Stil mit Crystal Meth gedealt haben.
Vater und Sohn sollen im großen Stil mit Crystal Meth gedealt haben. FOTO: dpa / Jens Schlueter
Cottbus/Senftenberg. Ein Vater und sein Sohn sollen im großen Stil mit Crystal Meth gehandelt haben. Den Senftenbergern drohen lange Haftstrafen. Von Jan Augustin und Bodo Baumert

Im Prozess gegen einen Senftenberger Vater (62) und seinem Sohn (29), die die gefährliche Droge Crystal Meth kiloweise aus Tschechien nach Deutschland geschmuggelt und dann im Oberspreewald-Lausitz-Kreis verkauft haben sollen, sind am Montag die Plädoyers verlesen worden. Für den Vater fordert die Staatsanwaltschaft eine Gesamtfreiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten. Der Sohn soll für zehn Jahre hinter Gitter. Das bestätigt Landgerichtssprecherin Susanne Becker. Die Verteidigung plädierte am Cottbuser Landgericht für beide jeweils eine Haftstrafe von neun Jahren. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Vater-Sohn-Duo insgesamt mehr als zehn Kilo Crystal illegal aus Tschechien nach Deutschland eingeführt hat.

Dabei sollen die Taten immer gleich abgelaufen sein: Der Sohn sammelte die Bestellung ein und sorgte dafür, dass das Geld eintrudelt. Der Vater begab sich dann auf die Fahrt nach Tschechien. Hinter der Grenze kaufte er bei einem Asiaten auf einschlägigen Märkten die Drogen. In seinem Pkw versteckt, schmuggelte er das Crystal über die Grenze. In Senftenberg diente die Garage als Drogenversteck.

Der Sohn kümmerte sich um die Verteilung. Einer der Abnehmer soll Sven M. gewesen sein, ein Senftenberger Drogendealer, der im Januar wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels zu einer Rekord-Gesamtfreiheitsstrafe von zwölfeinhalb Jahren verurteilt worden war.

Das Urteil gegen die beiden Senftenberger wird am 23. Mai erwartet.