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| 15:17 Uhr

Urteil gegen Großräschener Bauchtreter
Kritik: Politisches Motiv im Urteil nicht benannt

Senftenberg. Das Bauchtreter-Urteil gegen einen 19-Jährigen aus Großräschen, der im Vorjahr auf dem Großräschener Seespielplatz eine schwangere Frau aus der Türkei mit dem Fuß in den Bauch getreten hat, wird in den sozialen Medien heiß diskutiert.

Für den brutalen Angriff auf eine Gruppe türkischer Frauen mit insgesamt elf Kindern ist er zu einer Jugendstrafe von acht Monaten, ausgesetzt  auf zwei Jahre Bewährung verdonnert worden.

Der Verein der Opferperspektive aus Potsdam kritisiert die fehlende Nennung des politischen Motives in der Urteilsbegründung der Senftenberger Richterin Grit Bergander. Für Beraterin Anne Brügmann vom Verein ist es nicht nachvollziehbar, warum die politische Motivation des Angriffs in der Urteilsbegründung mit keinem Wort erwähnt wurde. Allerdings hatte auch Staatswanwalt Hans-Joachim Helbig in seinem Schlussplädoyer die Tat als ausländerfeindlich, aber nicht politisch motiviert eingeordnet.

(ab)