Der bereits 626. Wenzelsmarkt öffnet im Schatten von Petridom und Rathaus seine Pforten. Im Jahr 1384 gestattete der böhmische König Wenzel den Bautzenern, einen Fleischmarkt abzuhalten, ist in den Chroniken zu lesen. 2009 jährte sich diese Erlaubnis zum 625. Mal. Aufgrund dieses Jubiläums wurde der Bautzener Weihnachtsmarkt in Wenzelsmarkt umbenannt. Übrigens soll Wenzel zur Eröffnung seines Marktes höchstpersönlich erscheinen.

Auf diesen Spuren wollen am Sonntag, 28. November, die Niederlausitzer Wandergurken wandeln. Doch die 43 000-Einwohner-Stadt hoch über der Spree hat noch viel mehr zu bieten. So wollen sich die Wanderer nach Angaben des Lübbenauer Gästeführers Gerd Laeser zunächst die Alte Wasserkunst anschauen. Anschließend geht es dann zur Eröffnungsveranstaltung zum Wenzelsmarkt. Nach diesem Trubel erkunden die Wanderer laut Laeser die „weihnachtlich herausgeputzte Altstadt“. Da die Meteorologen für das Wochenende Schnee und Kälte vorhersagen, dürfte das in sich geschlossene Ensemble besonders romantisch und heimelig wirken. Anschließend bleibe noch genügend Zeit, sich erneut ins vorweihnachtliche Treiben zu stürzen.

Darüber hinaus locken in Bautzen mehrere Ausstellungen, beispielsweise im Sorbischen Museum, das sich auf dem Gelände der Ortenburg befindet.

Weitere Informationen zur Wandertour, insbesondere zum konkreten Ablauf und zum Beginn, gibt es bei der Anmeldung bis spätestens zum Vorabend unter der Rufnummer 03542 3792.