ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Untergegangen wie die Titanic

Verbandsliga.. Vielleicht muss man es der Tatsache anlasten, dass das Spiel an einem Sonntag stattfand. Für Senftenberg gab es an diesem Abend in Trebbin keine Punkte zu holen. Optimistisch, mit der Unterstützung einiger Fans im Rücken, reiste der HSV in Richtung Berlin.

Ohne Schneegestöber wie im vorigen Jahr.
Das Spiel lief in der ersten Halbzeit ganz nach dem Geschmack der Rot-Weißen. Der SC agierte mit einer offenen Deckung, die vielmals 1:1-Situationen zuließ. Der HSV nahm diese Geschenke dankend an. Besonders Mittelmann Sven Böhmeke konnte in dieser Phase mehrfach erfolgreich an den Kreis vorstoßen. Hinten stand die Abwehr sicher, Trebbin warf zumeist über das Tor und fand selten Mittel gegen die aggressive und bewegliche Formation im Senftenberger Rückraum.
So zog der HSV bis zur Halbzeit spielend auf 20:14 davon. Ein Raunen ging durch die Halle: „Das wird heute eine zweistellige Niederlage.“ Doch denkste, Senftenberg brach ein. Trebbin änderte den Deckungsaufbau, ging offensiv auf Manndeckung. Die Rot- Weißen hielten knapp zehn Minuten mit und bauten die Führung sogar auf acht Tore zum 15:23 aus.
Was aber dann passierte, wird wohl als eines der schwärzesten Kapitel in den Köpfen aller hängen bleiben. Der Gastgeber glich innerhalb von sieben Minuten aus. Acht Tore in Folge ohne Gegentreffer. Unglaublich! Die HSV-Moral war gebrochen. Selbst Torhüter Sascha Hagendorf erlaubte sich eine rote Karte.
Die Rot-Weißen verstanden die Welt nicht mehr. Kaum ein Wurf fand in das Tor. Noch einmal der Ausgleich zum 28:28 in der 50. Minute. Doch Trebbin zog an und überrannte die Gäste. Endstand: 36:30 für den Gastgeber.
Für den HSV bleibt nur der Blick nach vorn. Die Tabellenführung wurde nicht verspielt. Trotzdem heißt es kommenden Samstag Wiedergutmachung gegen den Vorletzten aus Luckau. Anwurf ist um 16 Uhr in der Niederlausitzhalle. (ms)

Senftenberg: Sascha Hagendorf, Matthias Rothbarth (Tor), Martin Reinhardt (8), Torsten Stenzel (3), Dirk Hoffmann (5), Mario Derling, Christian Wilde (1), Stefan Sommer (4), Michael Siering (3), Sven Böhmeke (4), Denis Rentzsch (1), Lars Wendler (1)

Die A-Jugend kam bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst mit 45:28 unter die Räder. Siegreich war dagegen die B-Jugend. Sie gewann ihr Spiel in Guben mit 16:22.