ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:46 Uhr

Und plötzlich stand die Polizei vor meiner Tür

Gabriele Phillipp berichtet über einen dreitätigen Workshop des Konzertchores Senftenberg: Es ist für Außenstehende schon belustigend zu hören, was ein Chor im Sommer oder im Winter probt. Bei schönstem Sonnenschein und Hitzegraden werden Weihnachtslieder einstudiert.

Fällt Schnee und es herrscht Kälte sind, wie in diesem Januar, Lieder für den Sommer auf der Tagesordnung. Aber nur so kann ein Chor erfolgreich sein. Rechtzeitige und intensive Proben, in denen geübt und bis ins Kleinste ausgefeilt wird, bilden die Voraussetzung.

Der Konzertchor Senftenberg hat seinen ersten Workshop dieses Jahres durchgeführt. An drei Tagen wurde mit großer Konzentration und Disziplin das gesungen, was der künstlerische Leiter, Sven Irrgang, für die Sommerkonzerte ins Programm nehmen will. Dabei ist auch ein Zyklus über die "Launische Forelle", wie sie im Original von Schubert komponiert, aber mit Arrangements anderer Komponisten wie Mozart, Beethoven, Wagner, Liszt oder in russischer beziehungsweise Wiener Art kombiniert wurde. Ein schwieriges Stück, das eine Herausforderung ist, aber zum Schmunzeln einlädt.

Der Spaß ist natürlich nicht zu kurz geraten. Herzliches Lachen war garantiert bei den Einwürfen der Sänger, wenn sie den Chorleiter auf die Schippe nahmen oder umgekehrt. Im Originalton: "Meine Herren, da ist genau eine Oktave Unterschied. Ihr müsst nur die Stimmbänder halb so schnell schwingen lassen, ist doch ganz einfach!" und

"Wer mich beim Singen nicht anlächelt, von dem kassiere ich ab sofort monatlich zehn Euro Erschwerniszulage".

Nun ist aber wieder die wöchentliche Probe für jeden Sänger ein Muss, um weiter zu verfeinern, besser aufeinander zu hören, Fehler auszumerzen. Nach dem überaus erfolgreichen und gelobten Weihnachtskonzert mit 550 Zuhörern in der Peter-Paul-Kirche hat der Chor einen Ruf zu verteidigen und will das Publikum natürlich mit großer Qualität seines Repertoires erfreuen.

Der Grundstein für ein neues Konzert ist gelegt. Trotzdem sind Sängerinnen und Sänger jederzeit willkommen, wenn mittwochs um 19 Uhr im Bürgerhaus Wendische Kirche geprobt wird.

Grundschüler imSkilager in Altenberg

Roland Strahl schreibt: Bei bestem Winterwetter, aber kalten Temperaturen wurde in der vorigen Woche das traditionelle Skilager der privaten Grundschule in Brieske im osterzgebirgischen Altenberg durchgeführt.

28 Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zehn Jahren erlernten dort das alpine Skifahren oder verbesserten ihre Abfahrtstechnik.

Und plötzlich stand die Polizei vor meiner Tür

Hans-Udo Vogler aus Freienhufen ist von der Polizei angenehm überrascht worden und schreibt dazu unter anderem:

Auf meinem Schreibtisch türmen sich die Papierberge. Da klingelt es. Ich gehe zum Hoftor. Dort stehen ein Bundespolizist und eine Polizistin davor. Zunächst ein Reflex: Was hast du falsch gemacht?

Die Begrüßung ist aber sehr herzlich. Die Ordnungshüter wollen nur etwas vorbei bringen. Sie sprechen mich auf eine Begebenheit im Dezember 2015 an. Da hatte ich auf dem Bahnhof in Großräschen lautstark drei Jugendliche zur Ordnung gerufen und sie damit vor Schaden durch den einfahrenden Zug bewahrt. Die Polizisten wollten mir nur eine kleine Anerkennung für mein richtiges Verhalten, das Leben bewahrt habe, vorbeibringen. Ich bin total platt. Meine Aufgabe sehe ich darin, Menschenleben zu bewahren, Menschen in Schutz zu nehmen, mich für Menschen einzusetzen. Und jetzt spricht mir dafür die Polizei ihre Anerkennung aus. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet, dass jemand, dass eine Dienststelle, dass ein Gremium mein Verhalten anerkennt. Ich fand zunächst gar keine Worte. Aber ich habe mich sehr gefreut. Ich wünsche diesen Menschen, deren Namen ich nicht einmal weiß, dass sie von vielen Bürgern Unterstützung erfahren und ihnen geholfen wird, ihren nicht einfachen Dienst auszuführen.