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| 16:05 Uhr

Neues Zuhause für Traditionsverein aus Brieske
Das Briesker Birkchen wird umgepflanzt

 Damit die Marga-Fanfaren auch künftig den Ton angeben und in Ruhe proben können, muss der bisherige marode Vereinssitz verlassen werden.
Damit die Marga-Fanfaren auch künftig den Ton angeben und in Ruhe proben können, muss der bisherige marode Vereinssitz verlassen werden. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
Brieske. Der Traditionsverein aus dem Senftenberger Ortsteil zieht im Sommer in die alte Schule. Birkchen-Bausubstanz ist zu schlecht. Von Andrea Budich

Im Gespräch  ist der Umzug schon seit  zwei Jahren. Die Bausubstanz bröckelt,  das Obergeschoss ist bauordnungsrechtlich  gesperrt, das Grundstück viel zu groß. Es ist nicht mehr zu übersehen, dass der Zahn der Zeit  an der markanten Birkchen-Villa nagt.

Von Monat zu Monat wird es  für den Verein schwieriger, die Betriebskosten  für den Unterhalt des Hauses aufzubringen. Auf die wenigen Einnahmen aus  Übernachtungen im Obergeschoss muss seit der Räumung der zweiten Etage verzichtet werden. Dem Verein bleiben nur der Keller und das Erdgeschoss - zu wenig für ein wirtschaftliches Auskommen.

Der Hilferuf der Birkchen-Leute hat in der Stadt Senftenberg Gehör gefunden. „Wir haben uns umgeschaut, wo und wie wir helfen können“, bestätigt Amtsleiter Falk Peschel. Räume in der  alten Schule  in der Gartenstadt Marga   waren dabei von Anfang an eine Option.

Weil die Umzugskisten aber auch nach zwei Jahren noch immer nicht gepackt werden können, macht sich im Verein Unruhe breit. „Die Sorgen werden größer, dabei wollen wir uns doch nur auf  unsere eigentliche Arbeit konzentrieren“, sagt Vereinschefin Dörte Matthies. Die ungewisse Zeitschiene beschäftigt auch die 25 Briesker Rentner, die sich einmal im Monat unter dem Vereinsdach zum Seniorentreff zusammenfinden. „Für unsere Planungen brauchen wir endlich Klarheit“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende Margaritta Knobloch. Beim nächsten Treff am 11. April würde  sie den Senioren gern einen verbindlichen Umzugstermin nennen.

Die Verzögerung kann Amtsleiter Falk Peschel erklären. Derzeit läuft noch das  Bauantragsverfahren bei der Unteren Bauaufsicht des Landkreises. Für die alte Schule musste eine Brandschutz-Konzeption nachgereicht werden. Den Birkchen-Umzug hält er dann ab Juli für möglich. Als Mieter kann der Verein zwei größere Räume, einen Küchenbereich sowie ein Vereinsbüro nutzen. Die Birkchen-Villa fällt nach Aufhebung des Erbbaurechts-Vertrages dann wieder zurück an die Stadt Senftenberg.

 Damit die Marga-Fanfaren auch künftig den Ton angeben und in Ruhe proben können, muss der bisherige marode Vereinssitz verlassen werden.
Damit die Marga-Fanfaren auch künftig den Ton angeben und in Ruhe proben können, muss der bisherige marode Vereinssitz verlassen werden. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE