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| 16:56 Uhr

Umweltforschung
Umweltforscher beackern 160 Projekte in Senftenberg

Mitglieder des neuen und des bisherigen IURS-Vorstandes am Tragrollenprüfstand an der BTU in Senftenberg: Prof. Dr. Sylvio Simon (v.r.), Andreas Bürger, Prof. Dr. Peggy Näser, Prof. Dr. Ingolf Petrick, Dr. Andrea Straub.
Mitglieder des neuen und des bisherigen IURS-Vorstandes am Tragrollenprüfstand an der BTU in Senftenberg: Prof. Dr. Sylvio Simon (v.r.), Andreas Bürger, Prof. Dr. Peggy Näser, Prof. Dr. Ingolf Petrick, Dr. Andrea Straub. FOTO: Ralf-Peter Witzmann / BTU Cottbus-Senftenberg
Senftenberg. Das Institut für Umwelttechnik und Recycling startet an der BTU Cottbus-Senftenberg mit neuem Vorstand in das dritte Jahrzehnt.

Das Institut für Umwelttechnik und Recycling Senftenberg (IURS) hat seinen 20. Geburtstag gefeiert und einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Prof. Dr.-Ing. Sylvio Simon. Vertreten wird er von  Prof. Dr.-Ing. Peggy Näser. Die beiden haben den bisherigen Vorstand unter Prof. Dr.-Ing. Peter Biegel und Prof. Dr.-Ing. Ingolf Petrick als dessen Stellvertreter abgelöst. Das hat Universitätssprecher Ralf-Peter Witzmann jetzt mitgeteilt. Das BTU-nahe Institut könne heute auf 160 realisierte oder in Bearbeitung befindliche Projekte aus nahezu allen ingenieurwissenschaftlichen Bereichen verweisen. Ebenso werden Themen aus der Betriebswirtschaft, den Sozial- und Gesundheitswissenschaften bearbeitet. Einige Projekte laufen bereits über mehrere Jahre. So führt das IURS in Kooperation mit der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) Untersuchungen zur Lärmminderung an Gurtförderanlagen, Lärmmessungen an Maschinen und Anlagen und begleitet die Transformation einer traditionellen Bergarbeiterstadt. „Es entstanden viele neue technische Lösungen und Anwendungen, von denen einige patentiert wurden“, erläutert Ralf-Peter Witzmann.

Die Anzahl der Mitglieder des IURS sei von 16 auf mittlerweile 39, in der Mehrzahl Angehörige der BTU Cottbus-Senftenberg, angewachsen. Das IURS, das 1997 gegründet wurde, um im Süden Brandenburgs den großen Nachholbedarf an wissenschaftlich-technischen Forschungs- und Beratungseinrichtungen auf dem Gebiet der Umwelt- und Verfahrenstechnik abzubauen, ist Träger des internationalen Netzwerkes für Energieerzeugung und Energieeffizienz „neseff“. Intensiv beteiligt es sich am regionalen Technologie- und Wissenstransfer. Unter anderem wirkte das Institut an einem Kooperationsprojekt zwischen der Duräumat-Agrotec Agrartechnik GmbH und der BTU mit, das im Wettbewerb um den ­Wissenschaftstransferpreis der Wirtschaftsinitiative Lausitz 2016 mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde.

Das IURS unterstützt die Lehre und Forschung an der BTU Cottbus-Senftenberg unter anderem durch die Bereitstellung von Geräten und Anlagen. Seit 2004 vergibt es den Heinz-Ludwig-Horney-Preis für herausragende Ergebnisse beim Abschluss des Bachelorstudiums, seit 2012 sorgt es jährlich für die Finanzierung mindestens eines Deutschlandstipendiums. Ebenso vergibt es individuelle Stipendien an Studierende. Von Erfolg gekrönt war bisher die Beantragung von fünf Stipendien aus dem Programm „Brandenburger Innovationsfachkräfte“ für Abschlussarbeiten in Projekten mit regionalen Unternehmen. Mit der Einbindung von Studierenden in Projekte unterstützt das Institut deren praxisnahe Ausbildung. Langjährig gewährt es dem studentischen Team Lausitz Dynamics Unterstützung.

Über wesentliche Projekte des Instituts können sich Interessierte unter anderem in einer aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens gedruckten und auch als eBook veröffentlichten Broschüre sowie im Internet unter www.iurs-ev.de informieren.

(jag)