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| 11:00 Uhr

Die Tage der alten „Fleppen“ sind gezählt
Umtauschpflicht: Der „Lappen“ wird zur Plastikkarte

 Die Tage der alten „Fleppen“ sind gezählt. Bis 2033 werden sie gegen neue EU-Führerscheine ausgetauscht.
Die Tage der alten „Fleppen“ sind gezählt. Bis 2033 werden sie gegen neue EU-Führerscheine ausgetauscht. FOTO: dpa / Oliver Berg
Senftenberg. Alte „Fleppen“ sind bald weg: Umtausch der alten grauen und rosafarbenen Führerscheine erfolgt auch im Landkreis OSL ab 2022 zeitlich gestaffelt. Von Andrea Budich

Ob rosafarbenes Papierdokument oder im Scheckkartenformat – für alle Inhaber eines unbefristeten Führerscheins gilt: sie müssen diesen umtauschen. Wie das Straßenverkehrsamt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz informiert, laufen ab 2022 für die ersten Fahrerlaubnis­inhaber die Fristen für den vorgeschriebenen Umtausch von Führerscheinen ab. Der Umtausch ist nach Geburtsjahr bzw. Ausstellungsjahr der Fahrerlaubnis gestaffelt. Nach EU-Richtlinienvorgaben sollen damit bis zum 19. Januar 2033 alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt worden sind, in ein einheitliches und fälschungssicheres Führerscheindokument umgetauscht werden.

Zur Umsetzung der EU-Richtlinie  hat die Bundesregierung beschlossen, dass alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt worden sind, nach einem gestaffelten Zeitplan umzutauschen sind. Die Gültigkeitsdauer der umzutauschenden Führerscheine endet mit der jeweils genannten Frist. Die Gültigkeit des neuen Führerscheins ist auf 15 Jahre befristet. Deshalb empfiehlt das Straßenverkehrsamt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, sich unbedingt an den Stufenfristenplan zu halten. „Um Wartezeiten zu vermeiden, raten wir, nicht schon vorfristig umzutauschen“, erklärt Ralf Lier, Leiter des Amtes für Straßenverkehr und Ordnung. Jedoch ist bei geplantem Auslandsaufenthalt der Umtausch in ein aktuelles Dokument bereits jetzt empfehlenswert.

Für den Umtausch eines unbefristeten Führerscheins wird eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 24 Euro erhoben. Benötigt wird der Personalausweis oder Reisepass, der aktuelle Führerschein und ein biometrisches Passfoto. Wer im Besitz eines Nachweises über die Erteilung der Fahrerlaubnis (sogenannte „VK30“) ist, muss diese ebenfalls vorlegen. Sofern der letzte Führerschein nicht vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz bzw. einer der vorherigen Gebietskörperschaften (Landkreis Senftenberg oder Calau, ehemalige Volkspolizei-Kreisämter Senftenberg oder Calau) ausgestellt worden ist, wird eine Karteikartenabschrift von der Behörde benötigt, die den Führerschein ausgestellt hat.  Die EU-Umtauschpflicht bezieht sich nur auf den Führerschein als Nachweisdokument, die zugrunde liegende Fahrerlaubnis als solche gilt unbefristet. Beim Umtausch erfolgt daher keine neue inhaltliche Prüfung. Alle gesetzlich vorgeschriebenen Besitzstände (Fahrerlaubnisklassen) des „alten“ Führerscheins werden in das neue Dokument übertragen. Die Antragstellung kann ebenfalls entweder in der Fahrerlaubnisbehörde in Calau oder im zuständigen Einwohnermeldeamt des Wohnsitzes (außer Altdöbern, Calau und Vetschau) erfolgen. Wer die Frist für den Umtausch verstreichen lässt, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro.

Die erste Frist, die zu beachten ist, gilt für alle Führerscheine, die bis zum 31. Dezember  1998 ausgestellt worden sind. Alle Fahrerlaubnis-Inhaber, die zwischen 1953 und 1958 geboren sind, müssen ihren „Lappen“ bis zum 19.1.2022 umgetauscht haben.

Weitere Auskünfte zum Führerscheinumtausch erteilt die Kfz-Zulassungs- und Fahrerlaubnisbehörde des Amtes für Straßenverkehr und Ordnung mit Sitz in Calau.
Telefon (03541) 870-3254 und -3251 oder E-Mail an fuehrerscheine@osl-online.de.