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Umstrittene Finanzspritze für neue Fortschritt-Straße in Schwarzheide

Schwarzheide. Zwei Horizontalfilterbrunnen werden in Brieske bald das Grundwasser heben, um die Keller trocken zu halten. Das Nass wird zur Grubenwasserreinigungsanlage in Schwarzheide geführt und dann abgeleitet. Kathleen Weser

Die Rohrleitung für das System wird in die Mitte der kommunalen Fortschritt-Kippenstraße gelegt. Diese wird anschließend in Regie der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) wiederhergestellt. Die Verkehrsader besteht bisher aus einer festen Splittschicht, die mit Bitumen überzogen wurde. So wird heutzutage nicht mehr gebaut. Deshalb wird eine zeitgemäße neue Straße errichtet, die etwa 100 000 Euro kostet - an der sich die Stadt aber mit 35 000 Euro beteiligen muss. Dass Bürgermeister Christoph Schmidt (parteilos) diese Summe als außerplanmäßige Ausgabe ohne Beratung in den Fachausschüssen zugesagt hat, haben Stadtverordnete kritisiert. Das Geld kommt aus dem Budget für die laufende Werterhaltung der Verkehrsadern in der Stadt. Denn die Fortschritt-Straße wird nicht grundhaft neu ausgebaut, was Anliegerbeiträge mit sich brächte. Schmidt verteidigt seine einsame Entscheidung: Ab April soll die B 169 zwischen Pößnitzbrücke und Thälmannstraße erneuert werden. Die kommunale Straße werde dann als intakte Umleitungsstrecke benötigt.