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| 17:43 Uhr

Campingplatzgäste kommen aus er ganzen Welt
Übernachtungen: Grünewalder Lauch kratzt an 25000er-Marke

Die Minigolfanlage auf dem Campingplatz wurde zu einer Route 66 umgestaltet.
Die Minigolfanlage auf dem Campingplatz wurde zu einer Route 66 umgestaltet. FOTO: Mirko Sattler
Grünewalde. Der Grünewalder Lauch hat sich von einer Tagebaugrube zum beliebten Naherholungsgebiet entwickelt. An dessen Südseite erstreckt sich seit den 1970er-Jahren ein Campingplatz. Aus der einstigen Sachsen-Badewanne entstand eine Naherholungsanlage mit internationalem Flair. Von Mirko Sattler

Auf dem Campingplatz Grünewalder Lauch geben sich internationale Gäste die Klinke in die Hand. Aus Neuseeland, Südafrika, USA, Kanada und aus vielen Orten Europas waren schon Gäste auf dem Campingplatz. „Anfang des Jahres kam ein Japaner mit einem Fahrrad und einem Zelt auf dem Gepäckträger bei uns an. Auf einer Rundreise durch Europa schlug er bei uns sein Nachtlager auf“, erinnert sich Pächter Jens Bohge schmunzelnd. „Als ich die Anlage 2012 übernommen habe, gab es hier 73 Dauercamper. Heute sind es 115“, ergänzt er.

Die Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Campingplatz sind vielfältig. Mit Zelt oder Wohnwagen können Feriengäste anreisen, aber auch eine der drei Ferienwohnungen auf dem Gelände nutzen. Vor sechs Jahren hat Jens Bohge auf seinem Campingplatz 3000 touristische Übernachtungen verbucht, in diesem Jahr kratzt er an der 25000er-Marke, jeweils ohne Dauercamper. Im Durchschnitt bleiben seine Gäste 3,5 Tage.

Für diese Entwicklungen haben Bohge und seine Mitarbeiter einiges getan. Der Campingplatz ist weitgehend saniert und befindet sich auf dem neuesten Stand.

2013 war aus einem Teilstück des  ehemaligen Parkplatzes ein Wohnmobilhafen für 21 Fahrzeuge geschaffen worden, der voriges Jahr auf 50 Stellplätze erweitert wurde. Nun folgt noch eine neue Ver- und Entsorgungsstation für Reisemobile.

Jens Bohge mit seinem Team auch wieder Leben ins neben dem Campingplatz stehende leere Gasthaus mit Minigolfanlage gebracht. Aus der Anlage wurde quasi die Route 66 im Kleinformat. Gäste können sich an Schautafeln über die Straße informieren.

Für die Innenausstattung des ehemaligen Golf-Cafés, fuhr Janes Bohge gleich zweimal zur Route 66 über den großen Teich und orderte originale Souvenirs, die nun im Café ausgestellt sind. Für Kinder gibt es sogar ein kleines Quiz, bei dem sie süße Gold-Nuggets gewinnen können.

Die Gäste honorieren es. „Wir finden den Chef ganz gut, die Chefin noch mehr“, scherzt Lothar Kurzmann auf die Frage, warum in Grünewalde Station gemacht wird. Seine Frau Sieglinde fügt an. „Wir sind durch eine Empfehlung in Grünewalde gelandet. Als wir dann noch den Chef trafen, der schon in Ortrand war, war die Freude groß. Hier ist es genial. Das Wasser ist sauber und glasklar, die Anlage ist sauber und das Personal ist immer freundlich und zuvorkommend“, sagt die 71-jährige Dresdnerin. Sie schaut zweimal im Jahr in der Anlage vorbei und macht derzeit am Grünewalder Lauch wieder für 14 Tage Urlaub.

Jens Bohge hat derzeit 20 Angestellte, darunter einen Azubi und drei Ferienarbeiter. „Für mich ist es wichtig, dass wir den Ausbildungsstandort Sedlitz im Lausitzer Seenland für unseren Ausbildungsberuf erhalten. Der nächste Ausbildungsort wäre Potsdam, und für diesen finden sich keine Azubis, die bereit wären, soweit zur Schule zu fahren“, sagt der Campingplatzbetreiber aus der Erfahrung heraus.

Die Stammgäste Lothar (69)  und Sieglinde Kurzmann (71) aus Dresden fühlen sich auf dem Campinbgplatz sichtlich wohl.
Die Stammgäste Lothar (69) und Sieglinde Kurzmann (71) aus Dresden fühlen sich auf dem Campinbgplatz sichtlich wohl. FOTO: Mirko Sattler