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Übungseinsatz mit Atemschutz im Hallenbad

Übungseinsatz am Hallenfreizeitbad in Lauchhammer am Mittwoch.
Übungseinsatz am Hallenfreizeitbad in Lauchhammer am Mittwoch. FOTO: Mirko Sattler/Feuerwehr
Lauchhammer. Feuerwehreinsatz im Hallenfreizeitbad am Mittwochnachmittag: Zwei Schwimmmeister haben sich durch Dämpfe verletzt, als sie einen undichten Behälter mit Chlorbleiche befüllten. Die austretenden Dämpfe reizen Augen, Atmungsorgane und Haut. Barbara Remus

Angesichts dessen alarmierten die Mitarbeiter des Hallenfreizeitbades, das derzeit wegen Umbau- und Reinigungsarbeiten geschlossen ist, die Feuerwehr. Ein Trupp unter Atemschutz rettete die beiden bewusstlos gewordenen Schwimmmeister aus dem Technikbereich des Bades.

Um die Feuerwehrleute keiner weiteren Gefahr durch die freigewordene Chemikalie auszusetzen, entschied Einsatzleiter Rene Hadlich, Kräfte der Gefahrstoffeinheit des Landkreises hinzuzuziehen. Sie sind zwischen Ortrand und Calau stets einsatzbereit, verfügen über Spezialvollschutzanzüge und Dekontaminationsmittel.

Aus allen Richtungen rückten die Feuerwehrleute an. Dafür wurde kurzerhand die Weinbergstraße im Bereich des Freizeitbades für den Verkehr voll gesperrt.

Am Ende waren 96 Feuerwehrleute mit insgesamt 23 Fahrzeugen im Einsatz.

Was bis dahin niemand wusste: Es handelte sich um eine groß angelegte Einsatzübung der Gefahrstoffeinheit des Landkreises, der Feuerwehr Lauchhammer und des Personals des Hallenfreizeitbades. Zuvor hatten sie in einem Theorielehrgang die Handlungsweise bei Austritt von Chlorgas gelernt. "Nur sehr wenige Leute wussten von dem bevorstehenden Einsatz. Nicht einmal das Personal des Bades oder der diensthabende Leitstellendisponent war eingeweiht. Es war uns wichtig, dieses Szenarium so realitätsnah wie möglich zu üben. Dafür bot sich bestens die reguläre Schließzeit des Bades an", resümierte der Einsatzleiter.

Nach zwei Stunden und Erreichen des Ausbildungszieles wurde die Einsatzübung beendet. Im Nachgang werden die Fehler ausgewertet. "Die Mitglieder der Feuerwehren und der SEG Führungsunterstützung des Landkreises haben bei der Übung wieder einmal ihre hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität bewiesen", sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister Tobias Pelzer.