„Ich möchte mal wissen, wo es eigentlich klemmt. Bei der Übergabe der Geigerschen Alpen an den Naturschutzfonds tut sich scheinbar nichts. Hoffentlich ist die Kippe nicht doch noch gefährdet“ , fürchtet Klaus Uhl vom Regionalverband Senftenberg des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu).
In der Tat ist der ursprünglich geplante Termin am 1. Januar 2008 längst verstrichen. „Die Übergabe hat noch nicht stattgefunden“ , bestätigt Elke Wayß vom Naturschutzfonds Brandenburg. „Wir hoffen aber sehr, dass wir noch in diesem Jahr Flächenbesitzer werden“ , fügt sie an. Die Übertragung solle mit einem ganzen Schwung weiterer naturschutzrelevanter Flächen vorgenommen werden. „Ich sage aber klar, dass uns die Forstverwaltung dabei nicht blockiert wie von manchen Leuten behauptet wird. Unklarheiten sind bereits aus dem Weg geräumt worden“ , erzählt Elke Wayß.
Diese Aussage bestätigt Hubertus Kraut, Leiter des Amtes für Forstwirtschaft Doberlug-Kirchhain. „Wir bremsen nicht. Uns liegt daran, die Sache endlich zum Abschluss zu bringen.“ Der Forstmann schränkt aber ein, dass die Übergabe nicht mittels einer Schenkung erfolgen könne. Er denkt eher an einen Flächentausch. „Allerdings hat der Naturschutzfonds noch nicht mitgeteilt, welche Gebiete die Forst als Ausgleich bekommt“ , sagt Hubertus Kraut. „Außerdem ist es nicht so wichtig, wann die Übergabe vorgenommen wird, sondern vielmehr, dass den Geigerschen Alpen nichts passiert“ , beruhigt Kraut. „Wir werden sie definitiv nicht plattmachen“ , fügt er an.
Von Seiten der Lausitzer- und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) als Sanierer werden an dem denkmalgeschützten Abraumgebirge derzeit Restleistungen des mobilen Erdbaus erbracht. Darüber hinaus ist die Einbringung einer natürlichen oder künstlichen Zugangsbeschränkung geplant, informiert LMBV-Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber. „Das kann eine Hecke mit abweisenden Sträuchern oder eine Einzäunung sein“ , so Steinhuber. Allerdings werde erst dann gehandelt, wenn die behördliche Genehmigung für den geänderten Betriebsplan erfolgt ist. „Es wird also bis dahin noch etwas Zeit ins Land gehen“ , resümiert der Pressesprecher.