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| 18:02 Uhr

Barbie-Ausstellung
Typisch Mann, typisch Frau

Senftenberg. Das Museum Schloss und Festung Senftenberg stellt mit Barbie Traumberufe und Karriereträume zur Diskussion.

Feuerwehrmann oder Krankenschwester, bei vielen Arbeitsplätzen entsteht sofort das Bild eines typischen Frauen- oder typischen Männerberufs im Kopf. Kann da ausgerechnet eine kleine blonde Modepuppe Klischees infrage stellen oder sogar Vorbild sein?

Im Museum Schloss und Festung Senftenberg zeigt die Ausstellung „Barbie macht Karriere“ anhand historischer und moderner Barbie-Puppen, wie sich Lebensbilder und Geschlechterrollen in den zurückliegenden 60 Jahren verändert haben. Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum im Mai und im Juni Programme für Schulklassen an, die Traumberufe und Karrierewelten für Mädchen und Jungen in den Fokus rücken.

Unter dem Motto „Wenn ich groß bin, werde ich…“ hat Museumspädagogin Christiane Meister ein Programm für Kitagruppen und Grundschulklassen entwickelt, in dem die Kinder eigene Puppen nach typischen Traumberufen entwerfen „Die große Barbie-Puppen Sammlung zeigt nicht nur welche Kleider und Frisuren, sondern auch welche Berufe Kinder in den vergangenen 60 Jahren toll fanden“, erklärt Christiane Meister. „Barbie hat im Laufe der Jahre über 150 Berufe ausprobiert und sich auch an vermeintliche „Männerberufe“ heran gewagt. Dabei war sie nicht selten ihrer Zeit voraus.“ In der  Ausstellung setzen sich die Kinder dann mit der Frage nach ihrem eigenen Traumberuf auseinander.

Das auch Schüler der Oberstufe mit Barbie Berufsbilder und Klischees infrage stellen können, darum geht es in dem Programm „Meiden Sie Barbie!“. Es wird für Jugendliche ab der 8. Klasse angeboten. Ist Barbie das Paradebeispiel der „braven Frau am Herd“? Seit wann dürfen Frauen studieren und wer spielt besser Fußball? Mithilfe der berühmten Modepuppe werden Rollenbilder und Gesellschaftsentwürfe hinterfragt. Im Berufe Quiz stellt sich die Frage, gibt es typisch männliche Berufe und typisch weibliche Karrieren?

(red/br)