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| 16:12 Uhr

Tschernobylkinder-Ferienaktion 2018
Tschernobyl-Verein plant nach Pause neues Projekt

Frauendorf . Nach der Pause im letzten Jahr besuchen die Tschernobylkinder 2018 wieder für drei Wochen die Lausitz.

Gesunde Luft, gesunde Wälder, gesundes Wasser: Seit 26 Jahren besuchen Kinder aus dem Gebiet rund um das verseuchte Tschernobyl die Lausitz, um sich zu erholen, ein paar Kilos zuzulegen und die Ferien so zu genießen, wie Kinder es tun sollten. Nach der Pause im letzten Jahr werden 2018 nun wieder 16 Mädchen und Jungen aus Neglubka und Paritschi vom 7. bis 30. Juni im Evangelischen Gemeindehaus in Frauendorf untergebracht und betreut, wie Hubert Pfennig vom Tschernobylkinder-Hilfsverein Großkmehlen bekannt macht.

Auf der ersten öffentlichen Mitgliederversammlung in der Grundschule „Am Schloss“ Großkmehlen konnten sogar schon einige Veranstaltungen in den Plan der langjährigen Vereinsmitglieder, aber auch der neuen Gasteltern eingetragen werden. Wie in den Jahren zuvor ist auch die ärztliche und zahnärztliche Betreuung der Kinder durch Ärzte aus der Region ein wichtiger Bestandteil der Reise. Viele der Jugendlichen leiden unter entzündeten Rachen, Eisenmangel und schlechten Schilddrüsen.

Die Gastelternwochenenden sind vom 15. bis 17. und vom 22. bis 24. Juni vorgesehen. Die weißrussischen Kinder sollen dabei die Möglichkeit bekommen, das Leben in deutschen Familien kennenzulernen und an deren Alltag teilzunehmen.

Größere Ausflüge werden mit der Gruppe in die Sächsische Schweiz, in den Spreewald und nach Berlin geplant. Bei Spiel, Radfahren und Schwimmen können sich die Kinder während der Ferien in Deutschland gut erholen, ehe sie nach Ablauf der dreieinhalb Wochen ihre Heimreise nach Weißrussland antreten.