Rund 4000 Menschen übernachten pro Jahr im Schullandheim Südsee am Senftenberger See südlich von Niemtsch. Insbesondere Schulklassen und Vereine, ebenso Privatpersonen, nutzen die Einrichtung mit direktem Strandzugang. Obwohl das Schullandheim insbesondere über den Sommer wochenlang ausgebucht ist, rechnet es sich nicht wirklich. Das sagt Tino Jörke, Geschäftsführer der Integrationswerkstätten gGmbH Niederlausitz, der die Einrichtung gehört. „Wir müssten die Preise verdoppeln, damit sich das Heim trägt.“ Davon wolle das gemeinnützige Unternehmen allerdings Abstand nehmen, da sich sonst viele Kinder den Aufenthalt nicht mehr leisten könnten.

Deshalb werde derzeit über eine andere Form der Bewirtschaftung nachgedacht. Jörke spricht vom Einsatz von EU-Fördermitteln. Konkreter will er noch nicht werden. Der Geschäftsführer bezeichnet das Schullandheim als „Hobby“ der Integrationswerkstätten. Das Unternehmen betreibt die Einrichtung seit 20 Jahren. Zuvor gehörte das einstige Stasi-Objekt dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Darüber hinaus befindet sich das Schullandheim „Am Alten Wehr“ in Senftenberg im Portfolio der Integrationswerkstätten. Die Zukunft des Hauses, das sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Senftenberger Sees befindet, ist bislang unklar. Es wird zurzeit nicht genutzt.

Dieses Projekt liege auf Eis, sagt Tino Jörke. Die Einrichtung wurde von Ende 2014 bis Mitte 2016 als Asylunterkunft genutzt. Der Landkreis hatte das Schullandheim deswegen für einen begrenzten Zeitraum angemietet. Um die 20 Asylbewerber lebten dort.