Eigentlich sollte an diesem Wochenende groß gefeiert werden. Doch die Pandemie hat dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Tettauer ließen es sich dennoch nicht nehmen, und gedachten an diesem Wochenende ihrer 800-jährigen Ortsgeschichte. Dazu wurde ein Open-Air-Festgottesdienst an der historischen Glocke im Kulturgarten und anschließend ein historischer Kleiner Spaziergang durch die Dorfstraße durchgeführt.
Das Wochenende begann mit einem Freilichtkino. „Wir wollen uns bei all jenen Bedanken die ihre Höfe an diesem Wochenende zur Verfügung gestellt hätten um dieses Fest zu feiern. Es wurde ursprünglich als Hof und Straßenfest organisiert. Mit den historischen Kostümen wollen wir die Tettauer anregen und ein bisschen Spaß haben und sagen, Tettau ist nicht nur ein Dorf, wo man arbeitet und wo man zu Hause ist, sondern auch wo man feiert“, so Reiner Lesche vom Festkomitee.

Zweieinhalb Stunden Spaziergang durch Tettau

An jedem Hof, der mitgemacht hätte, wird eine Plakette mit enthüllt. Insgesamt wurden entlang der Dorfstraße 16 Tafeln enthüllt. Wie bei einer dörflichen Zampertour, bereitete der Hofbesitzer noch einen kleinen Imbiss inklusive Getränke vor. Angefangen wurde am Gasthaus Sarodnik. An der Stelle des heutigen Gasthauses befand sich im 19. Jahrhundert das Ladengeschäft der Familie Mukatsch. Laut der historischen Tafel wurde es 1840 erbaut. Ab 1929 ging es in den Besitze der Familie Sarodnik über.
Bei 16 zu enthüllenden Tafeln und rund 10 Minuten Präsentation dauerte der Spaziergang auf der 320 Meter langen Dorfstraße zweieinhalb Stunden.
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