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| 01:35 Uhr

Trotz 52 Speichenbrüchen durch die Steppe geradelt

Senftenberg. Über ein bis auf den letzten Platz gefülltes Bürgerhaus Wendische Kirche konnte sich der Klettwitzer „Globeotter“ Richard Löwenherz freuen. Er hatte zu einem bild- und faktenreichen Reisebericht über seine Reise quer durch die Mongolei nach Senftenberg eingeladen. tr

Die Besucher waren gespannt auf Impressionen aus einem für sie fast völlig unbekannten Land, das achtmal größer als Deutschland ist, in dem aber nicht einmal zwei Millionen Einwohner leben.Hintergrund der Reise in das von der Lausitz über 8000 Kilometer entfernte Land bildete laut Löwenherz ein dreiwöchiges Praktikum im Rahmen seines Geografiestudiums im Spätsommer 2006. Während seine Mitstudenten anschließend wieder nach Deutschland zurückkehrten, begab sich der Klettwitzer auf eine sechswöchige Radtour von der Hauptstadt Ulan-Bator durch die Steppe und über das Altai-Gebirge bis nach Sibirien. Möglich wurde dies durch ein in der Mongolei für 68 Euro gekauftes 21-Gänge-Bergrad aus südkoreanischer Produktion.Eindrucksvoll beschrieb Richard Löwenherz seine Impressionen von Land und Leuten, von der fast aufdringlichen Gastfreundschaft der Mongolen, von einem "Landschaftsmix aus Sibirien und Island", von atemberaubenden Sonnenuntergängen und einem extrem klaren Sternenhimmel.Nach und nach gesellten sich auch technische Probleme als ständige Begleiter dazu. So hat Löwenherz am Ende seiner Tour 52 Speichenbrüche an seinem Fahrrad gezählt, davon 48 am Hinterrad. Darüber hinaus gab seine Praktika-Kamera bereits nach anderthalb Radreisewochen ihren Geist auf.Dennoch hätte der Klettwitzer Student nie ans Aufgeben gedacht. Die "unglaublich faszinierende Natur" habe ihn auf seiner 2300-Kilometer-Tour für alle Strapazen entschädigt. Und, so verkündete Löwenherz, wolle er die Mongolei auf jeden Fall ein zweites Mal besuchen. tr