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| 12:13 Uhr

Kilometerweit kein Wasser
Schwarze Elster leidet besonders unter Trockenheit

 Das Flussbett der Schwarzen Elster ist oberhalb von Senftenberg kilometerweit ausgetrocknet.
Das Flussbett der Schwarzen Elster ist oberhalb von Senftenberg kilometerweit ausgetrocknet. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Senftenberg. Der Abfluss liegt weit unter dem Durchschnitt. Die Situation verschärft sich noch, weil eine Grubenwasserreinigungsanlage abgeschaltet wird.

Das Flussbett der Schwarzen Elster ist oberhalb von Senftenberg kilometerweit ausgetrocknet. Und die Situation wird sich verschärfen. Wie Fabian Blöchl vom Brandenburger Umweltministerium mitteilt, kommt es vom 18. bis 20. August zu einem weiteren Rückgang des Wasserabflusses im Stadtgebiet von Senftenberg. Der Grund: wegen „dringender Wartungsarbeiten“ müsse die Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza in diesem Zeitraum außer Betrieb genommen werden. „Die Schwarze Elster leidet besonders unter der Trockenheit“, betont der Ministeriumssprecher nach dem jüngsten Treffen der länderübergreifenden Arbeitsgruppe „Extremsituation“. So betrug der Abfluss am Pegel Biehlen 1 unterhalb von Senftenberg am 12. August 0,374 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im August aber normalerweise bei 1,82 Kubikmeter pro Sekunde.

Gestützt werden die Abflüsse und Wasserstände durch Abgaben aus den Talsperren und Wasserspeichern in Sachsen und Brandenburg. So wurden aus den sächsischen Talsperren Bautzen und Quitzdorf 2019 bereits 14 Millionen Kubikmeter zur Niedrigwasseraufhöhung in Brandenburg und Berlin abgegeben. Die wichtigsten Wasserspeicher in Brandenburg sind für die Spree die Talsperre Spremberg und für die Schwarze Elster das Speicherbecken Niemtsch bei Senftenberg.

(jag)