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| 02:51 Uhr

Trecker-Parade und Buchweizenplinse

Eine Kutschfahrt zur Landpartie. Matthias Gneuß aus Schwarzbach kutschierte die Gäste durch die Fluren von Peickwitz.
Eine Kutschfahrt zur Landpartie. Matthias Gneuß aus Schwarzbach kutschierte die Gäste durch die Fluren von Peickwitz. FOTO: Rudolf Kupfer
Landluft schnuppern war am Wochenende auf dem Hof von Thomas Domin in Peickwitz angesagt. Dort fand bereits die 14. Auflage der Landpartie statt und verbreitete wie schon so oft einen irren Duft von frischem Heu.

Rudolf Kupfer aus Lindenau gehörte zu den 1000 Gästen, die es sich auf dem Hof gut gehen ließen. Er schreibt: Die beiden gestandenen Landwirte Frank und Thomas Domin stehen Neuem sehr aufgeschlossen gegenüber. Jüngstes Beispiel ist die Mitwirkung des Betriebes an einem Forschungsprojekt der BTU Cottbus/Senftenberg bei der Gestaltung und Nutzung von Flurholzpflanzungen. Der Nabu-Regionalverband in Senftenberg wirkt hier ebenfalls mit und hatte zur diesjährigen Landpartie erstmals einen Stand aufgebaut. Naturschützer Hans Jürgen Schmager aus Senftenberg nutzte die Landpartie, um die neu angelegten Versuche mit Feldgehölzen zu besichtigen. Dass bei der diesjährigen Vorsommertrockenheit die Stecklinge vom Feldahorn, Robinien, Roteichen und anderen so gut angewachsen sind, überrascht selbst den Fachmann. Auch für Rentner Volker Pissang und Günter Schmidt, Landwirte aus Biehlen, die diese Fläche aus ihrem früheren Berufsleben noch gut kennen, ist dieses neue Projekt interessant.

Neu im diesjährigen Landpartie-Programm war das 1. Peickwitzer Traktorentreffen. Eine gute Bilanz zogen nach der Veranstaltung Alexander Petrich und Marcel Schellnock aus Peickwitz. Immerhin beteiligten sich 43 Trecker an der Ausfahrt. Sie waren aus Klettwitz, Schwarzbach, Grünewald und anderen Orten nach Peickwitz angetuckert. Bei der Landpartie schlug so auch gleichzeitig die Geburtsstunde der "Peickwitzer Traktorenfreunde".

Der Vorsitzende des Peickwitzer Dorfclubs, Harald Konzack, schwitzte an beiden Tagen an der Ofenplatte, auf der er die beliebten Buchweizenplinze zubereitete. Trotz der Hitze und dem später einsetzenden Regen kamen wieder rund 1000 Besucher zur Landpartie. Das abwechslungsreiche Programm, das umfangreiche kulinarische Angebot und die Möglichkeit, mit vielen Gästen ins Gespräch zu kommen, gehören wohl zu den guten Gründen dafür.

Pauke und Trommel als Torwand

Die Spielleute des Spielmannszuges SV Senftenberg haben gemeinsam mit den befreundeten Spielleuten des Spielmannszuges Einheit 68 Ruhland einen Vereinstag durchgeführt. Darüber schreibt Irena Blechstein, die Leiterin des Spielmannszuges Senftenberg.

Begonnen wurde natürlich mit Musik. Denn am 13. September sind beide Musikvereine beim Zapfenstreich im Amphitheater dabei. Da ist jede Trainingseinheit wichtig. Im Anschluss wurden alle Spielleute in sehr außergewöhnlichen sportlichen Disziplinen aktiv. Ob "Gleichschritt-Rennen", Rollerparcours mit Instrument, Titelraten oder Torwandschießen - alles war dabei. Als Torwand dienten jeweils eine ausgediente Pauke und eine Trommel, wie es sich für richtige Spielleute gehört. Geschick und Schnelligkeit waren bei allen Disziplinen gefragt. Und der Spaß kam nicht zu kurz. Das Sportfest wurde mit der Ehrung der sportlichsten Spielleute sowie des sportlichsten Outfits beendet. Danach war Stärkung angesagt. Lecker zubereitetes Schwein am Spieß und selbst gemachte Hamburger mundeten allen und gab Kraft, um im Anschluss das Tanzbein zu schwingen und knifflige Quizfragen rund um die Eigengewichte der Musikinstrumente zu lösen. Allen Helfern und Unterstützern gilt ein großes Dankeschön. Alle haben dazu beigetragen, den Vereinstag zu einem vollen Erfolg zu machen.

Warum Elefanten nicht schwitzen

Über ein spannendes naturwissenschaftliches Projekt an der Grundschule "Paul Noack" in Schipkau berichtet Klassenlehrerin Sylvia Franzeck.

Drei ereignisreiche Tage erlebten die Schüler unserer Grundschule. Bereits zum fünften Mal fand ein naturwissenschaftliches Projekt statt. Die Klassen 1 und 2 lernten viel in spielerischer Form, als sie mit dem Förster, Herrn Sander, unterwegs waren. Sie sammelten fleißig Naturmaterialien, mit denen sie am nächsten Tag unter Anleitung der Mitarbeiter des Schlupfwinkel e.V. bastelten. In der Bäckerei Noack durften die Schüler besonders leckere Pizza backen. Unter der Leitung von Schülern des Emil-Fischer-Gymnasiums führte die Klasse 2 spannende Experimente zum Thema "Unsere Sinne" durch. Die Großen staunten nicht schlecht, was so mancher Zweitklässler schon weiß. Die Drittklässler experimentierten mit Fred Hocker vom Mehrgenerationenhaus Lauchhammer. Dabei ging es um den Wind als alternative Energieform. In einem Wettbewerb wurde das schnellste selbstgebaute Auto (mit Segel) ermittelt. Im Dresdner Zoo nahmen sie an einer Führung teil und lernten dabei auch allerlei Wichtiges über artgerechte Tierhaltung.

Nachdem die Schüler der Klasse 4 ihre Fahrradprüfung erfolgreich bestanden hatten, besuchten auch sie am Tag darauf das Hygienemuseum in Dresden. Bei einer thematischen Führung erlangten sie erste Einblicke in den Fachunterricht Biologie. In der Schipkauer Bibliothek stand für die Viertklässler eine Sachbuch-Rallye im Mittelpunkt. Die Klassen 5 und 6 waren sportlich mit den Fahrrädern unterwegs. Sie besuchten eine altersgerechte Vorlesung an der BTU in Senftenberg zum Thema "Warum Elefanten nicht schwitzen und Astronauten nicht frieren". Staunend folgten die Schüler den Ausführungen zum von Studenten selbst konstruierten Leichtlaufmobil LaDy 2.1 vor Ort in der Werkstatt, mit dem sich die Forscher am weltgrößten Energieeffizienz-Wettbewerb in den Niederlanden beteiligen wollten. Die Klasse 5 nutzte die Möglichkeit, sich die Arbeit eines Optikers vorstellen zu lassen. Im Gläsernen Labor des Hygienemuseums konnten auch sie zum Schwerpunkt "Wasser" kleine Experimente durchführen und anschließend auswerten.

Die Schüler der Klasse 6 schauten in der Neuen Bühne mal hinter die Kulissen und stellten fest, dass viel handwerkliches Geschick zur Herstellung der Utensilien erforderlich ist und wie viel Arbeit geleistet werden muss, bis eine Aufführung stattfinden kann. Sie selbst bewiesen außerdem ihr Geschick beim Fotografieren. So entstanden Nah- und Porträtaufnahmen, Landschaftsbilder und Actionfotos (siehe unten).

Das Schipkauer Lehrerteam sagt allen Unterstützern und Sponsoren ein herzliches Dankeschön.