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| 17:22 Uhr

Tourismusbranche stellt sich auf Zukunft ein
Seenland-Touristiker nehmen digitale Vernetzung ins Visier

 Solche Info-Stelen sollen künftig für Gäste auch im Seenland nutzbar sein.
Solche Info-Stelen sollen künftig für Gäste auch im Seenland nutzbar sein. FOTO: Tourismusverband Lausitzer Seenl / Denise Haynert
Senftenberg. Mit einer Offensive zur Digitalisierung will der Tourismusverband die regionale Branche fit machen. Von Catrin Würz

Die Tourismusbranche im Lausitzer Seenland hat ihren Blick in diesem Jahr fest auf ein Zukunftsthema gerichtet, an dem niemand vorbeikommt: die Digitalisierung. Mit der etwas provokanten Frage „Ihre Gäste sind online – wo sind Sie?“ startet der Tourismusverband Lausitzer Seenland deshalb in diesem Jahr eine große Offensive, um die Übernachtungsbetriebe und touristischen Anbieter fit für die neue Zeit der Online-Buchungsportale, für vernetzte Websites, Social Media und Gästeinfos auf Smartphone, Tablet & Co. zu machen. Startpunkt für die Offensive ist der 2. Tourismustag am 26. März in Großräschen, der sich komplett diesem Thema widmet. Im April und im Herbst stehen darüber hinaus Workshops zu Websites und Social Media in Forst (2. April) und in Senftenberg (9. April) auf dem Plan.

„Die Digitalisierung hat die Reisebranche weltweit verändert – auch bei uns im Seenland“, sagt Verbandsgeschäftsführerin Kathrin Winkler. Um nicht den Anschluss zu verlieren, muss die Reiseregion „auf allen Kanälen spielen“. Die neuesten Statistiken belegen dies längst: Schon 64 Prozent aller Buchungen im Lausitzer Seenland erfolgen derzeit auf den großen Online-Premiumkanälen wie booking.com und anderen. „Und dieser Anteil wird noch wachsen“, prophezeit die Chefin der Seenland-Touristinformationen. Die Online-Buchungssysteme für das Lausitzer Seenland müssen dementsprechende Schnittstellen bieten. Ein großes Thema sind aber auch moderne und gut nutzbare eigene Websites, die die Gäste digital erreichen. Derzeit werden im Seenland 19 Prozent aller Buchungen über die eigenen Websites vorgenommen und 17 Prozent werden in den Touristinformationen akquiriert.

Wenn der Gast dann online gebucht hat, dann „ist das Thema noch längst nicht abgeschlossen“, ergänzt Kathrin Winkler. „Immer mehr Gäste nutzen das Internet nicht nur vor der Reise zur Buchung, sondern wollen sich auch während ihres Aufenthaltes vor Ort informieren“, erklärt sie. Auch dafür muss die Reiseregion zukünftig gut aufgestellt sein. In der Software „Mein Brandenburg“ sind auch ein Großteil aller bisher verfügbaren Daten über Veranstaltungen, Touren, Museen und Attraktionen im Lausitzer Seenland erfasst. Jetzt muss es darum gehen, dass diese Informationen über digitale Touchpoints, auf Hotelmonitoren, auf dem Smartphone des Gastes oder auf öffentlichen Info-Stelen sichtbar gemacht werden. Solche Info-Stelen, die im Land Brandenburg teilweise gefördert werden, sind auch an wichtigen Punkten in Senftenberg geplant – beispielsweise am Stadthafen. Eine der ersten Stelen könnte aber demnächst auch schon in der Hoyerswerdaer Altstadt am Bürgerzentrum stehen.

 Solche Info-Stelen sollen künftig Gäste auch im Seenland informieren.
Solche Info-Stelen sollen künftig Gäste auch im Seenland informieren. FOTO: Tourismusverband Lausitzer Seenl / Denise Haynert