Um zusätzliches Geld in die kommunale Kasse zu spülen, soll die Stadt Senftenberg mit Beginn der Saison 2021 eine Tourismusabgabe von ihren Gästen verlangen. Mit diesem Beschlussvorschlag geht die Fraktion Die Linke in die ab 20. April startende Sitzungsrunde der Stadtverordnetenversammlung. Demnach soll von der Verwaltung bis zur Ratsrunde am 24. Juni eine entsprechende Drucksache vorbereitet werden.

Senftenberg soll Status als Erholungsort nutzen

„Viele andere Städte nutzen bereits diese Möglichkeit, um ihre touristischen Angebote zu erhalten und attraktiver zu gestalten“, heißt es in der Begründung. Nach der Anerkennung der Stadt Senftenberg als Erholungsort, sollte dieser Status umgehend genutzt werden, um zusätzliche finanzielle Möglichkeiten zur weiteren Qualifizierung des Tourismus in Senftenberg zu schaffen, argumentiert die Linke. Für die Mehrtagestouristen müssten in diesem Zuge aber auch besondere Angebote unterbreitet werden, „damit diese solche Maßnahme nicht als Abzocke begreifen“.

Stadtverordnete uneins über Kurtaxe in Senftenberg

Während Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) für die Einführung einer Kurtaxe in seiner Stadt ist und auch die Industrie- und Handelskammer eine solche Abgabe empfiehlt, gehen die Meinungen in der politischen Landschaft in Senftenberg auseinander. Neben der Linken befürworten auch CDU und SPD grundsätzlich eine Abgabe, weil es für die Urlauber hier „ein vielfältiges Angebot im kulturellen und sportlichen sowie im Freizeitbereich“ gebe.

Kurtaxen-Gegner waren zuletzt indes die Fraktionen der AfD und Stimme freier Bürger. Befürchtet wird ein Besucherrückgang. Außerdem seien Infrastruktur, Gastronomie und Unterhaltung dafür noch nicht reif.