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Tonnen-Austausch in Großräschen

Der Pilotversuch zur Biotonne wird zur Messe hinterfragt.
Der Pilotversuch zur Biotonne wird zur Messe hinterfragt. FOTO: AEV
Lauchhammer. Der Abfallentsorgungsverband (AEV) "Schwarze Elster", der den Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster erfasst, hat in der Stadt Großräschen und in der Gemeinde Schipkau im vergangenen Jahr einen Pilotversuch zur Biotonne gestartet. In einer Tauschaktion auf der Leistungsschau für Handwerk und Gewerbe in Großräschen am Wochenende wollen die Abfall-Experten von den Nutzern erfahren, wie diese Art des Sammelns biogener Abfälle praktisch läuft. Kathleen Weser

Das teilt Verbandssprecher Björn Naumann mit.

"Wir belohnen die Antworten der Bürger mit einem kleinen Tönnchen", erklärt er. "Darüber hinaus informieren wir über den Pilotversuch Biotonne und zu allen anderen Themen rund um die Abfallentsorgung und -verwertung", so Naumann weiter.

Die Biotonne soll im Verbandsgebiet bis Ende 2017 eingeführt werden. Der Test läuft in 3500 Haushalten.

Auf Probleme hat der Abfallentsorgungsverband in der Testphase laufend reagiert. Im Hochsommer war beispielsweise festgestellt worden, dass die Nutzer die maximale Füllmenge überschritten hatten und die ersten Behälter beschädigt wurden. Das entsorgte Fallobst hatte zu viel Gewicht. Die 120-Liter-Biotonne darf mit maximal 50 Kilogramm und die 240-Liter-Biotonne mit höchstens 95 Kilogramm befüllt werden.

Als guter Vergleich wurde eine volle Papiertonne ins Feld geführt. Lässt sich der Behälter noch gut ziehen oder schieben, dürfte auch das Entleeren durch die Abfuhr-Mannschaft problemlos möglich sein.