| 02:43 Uhr

Tiefer Griff in Ruhlander Kasse für die 700-Jahr-Sause

Bürgermeister Uwe Kminikowski ist erfinderisch, wenn es um das Füllen der Festkasse geht. Bierschnaps gehört dazu.
Bürgermeister Uwe Kminikowski ist erfinderisch, wenn es um das Füllen der Festkasse geht. Bierschnaps gehört dazu. FOTO: Budich
Ruhland. Für das große Stadtfest anlässlich der 700-Jahr-Feier im Mai 2017 haben Ruhlands Stadtverordnete bei ihrer jüngsten Tagung einstimmig einen Zuschuss in Höhe von maximal 50 000 Euro bewilligt. Mit der Summe wird dem Veranstalter der Feierlichkeiten, dem Verein "Wir für Ruhland", unter die Arme gegriffen. Andrea Budich

Die Höhe des Zuschusses liegt laut Amtsdirektor Roland Adler am Limit. "Mehr geht nicht", erklärte er vor der Stadtverordnetenversammlung. Der Haushaltsplan für das Elsterstädtchen werde derzeit erarbeitet. Dabei zeichnen sich "erhebliche Schwierigkeiten ab, den Ruhlander Haushalt wenigstens ansatzweise auszugleichen", sagt er.

Ein möglicher Festumzug ist in der bisherigen Kostenkalkulation allerdings unberücksichtigt geblieben. Ruhlands Abgeordneten haben sich verständigt, dazu bis zur Novembersitzung alle offenen Fragen zu klären und dann das Machtwort zu sprechen: Festumzug ja oder nein.

Die Idee von einem historischen Festumzug als Prunkstück der 700-Jahr-Feier war zu Jahresbeginn offiziell für gescheitert erklärt worden. Inzwischen ist der gestoppte Festumzug jedoch wieder ganz vorsichtig ins Rollen gekommen. Um zusätzlich Geld in die Festkasse zu spülen, haben die Ruhlander schon vor zwei Jahren in Görlitz das Festbier Germania Bräu brauen lassen.