TÜV Akademie und Bus-Betrieb haben kürzlich zum Fahrsicherheitslehrgang 42 Teilnehmer aus ganz Deutschland auf der Lausitzer Rennpiste empfangen. „Für Autos und Transporter habe ich eine solche Schulung schon einmal mitgemacht. Heute ist es die Steigerungsstufe. Wir haben Grenzbereiche kennen gelernt, die man im Straßenverkehr möglichst nie erfahren möchte.“ , erklärt Enrico Mettcher aus Finsterwalde. Er ist als Aushilfsbusfahrer schon für alle namhaften Unternehmen der Region in der Spur gewesen. „Auf dem Lausitzring haben wir gelernt, wie die Fahrzeuge in Extremsituationen unter den verschiedenen Bedingungen reagieren und was sie wirklich können“ , ergänzt er. Als Schulungsfahrzeuge hat die Firma Van Hool aus Belgien vier Vorführbusse zur Verfügung gestellt. Das Familienunternehmen beschäftigt etwa 4500 Leute und stellt jährlich 2000 Busse her.
„Die deutschen Busfahrer fahren perfekt“ , bestätigt Manuela Counement von der Firma.
Bevor Jürgen Krause und Andreas Schöbel vom TÜV das praktische Busfahrertraining nach den Vorgaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates mit Slalom fahren, Elchtest, Bremsen bei unterschiedlichen Fahrbahnverhältnissen und einer simulierten Autobahnausfahrt im Regenkreisel schulten, prüfte Jörg Rimke die theoretischen Grundlagen. Der Sachverständige für Gefahrguttransporte testete unter anderem Reaktionszeit, Bremsweg, Anhalteweg der Teilnehmer. Ein Bus, der mit hundert Stundenkilometern unterwegs ist, legt allein in der berühmten „Schrecksekunde“ noch etwa 30 Meter zurück. Nach stundenlanger Autobahnfahrt geht das Gefühl für die Geschwindigkeit meist verloren, weiß Rimke. Die Bus-Lenker dafür zu sensibilisieren, ist eines der Anliegen in den Schulungen.
Der Kick für die Teilnehmer ist eine Fahrt durch die Steilkurven des Testovals. Zufrieden, begeistert, aber auch total fertig sind sich die Busfahrer einig, dass sie dieses Sicherheitstraining wiederholen.