Schwitzen bei fast 90 Grad Celsius, dann der Temperaturschock im kalten Wasser, das ist die klassische Art zu saunieren. "Regelmäßig, etwa ein Mal in der Woche betrieben, kann das Saunieren das Immunsystem stärken", sagt Maik Zander, Geschäftsführer und Inhaber des Wellnesshotels „Seeschlösschen“ in Senftenberg, Buchwalde. Denn, so erklärt er, während der hohen Temperaturen im Saunabereich erhöhe sich auch die Körpertemperatur um etwa ein Grad, "es entsteht so etwas wie leichtes Fieber". Fieber bringt das Abwehrsystem auf Touren und trainiert so die Abwehrkräfte. Infekte können durch die regelmäßigen Saunagänge zwar nicht vermieden, aber ihr Verlauf wesentlich gemildert werden. Nicht jeder verträgt Saunagänge, "wer unsicher ist, sollte seinen Hausarzt fragen", sagt Zander.
Sauna bedeute immer Temperaturen um die 90 Grad, weniger gelte unter Fachleuten nicht als Sauna. "Das sind dann Dampfbäder", die durchaus neben dem Wohlfühlen auch gesundheitliche Effekte haben. Wenn eine Erkältung beginnt, sind Dampfbäder mit ätherischen Ölen der Minze zu empfehlen. Wenn die Grippe einmal da ist, dann "helfen weder Sauna noch Dampfbad", so Zander.
"Ein Saunagang in der Woche ist oft zu kurz, um ganz abzuschalten", sagt Zander. Er empfiehlt einen kleinen oder mittleren "Urlaub für zwischendurch". Das könne durchaus in den eigenen vier Wänden geschehen. Ein Raum zu Hause sollte behaglich, in warmen Farben eingerichtet sein. Eine körpergeformte Liege darin. Und "bitte weder Fernseher noch Computer", rät der Wellnesss-Experte. Ruhige Musik trage durchaus zum Wohlbefinden bei, Dauerberieselung via Fernsehen und Radio sei jedoch der Entspannung nicht zuträglich.
Eine andere Möglichkeit ist es, sich außerhalb des alltäglichen Umfeldes eine Moor- oder Algenpackung auflegen zu lassen, in den verschiedensten Essenzen zu baden, im warmen Sand Licht zu tanken und anderes mehr: kurz, einige Wellness-Stunden einzulegen.
Wellness ist kein geschützter Begriff, deshalb beschreibt Zander, nach welchen Kriterien der Wellness-Verband in Deutschland die entsprechenden Einrichtungen bewertet. Noch vor jeglichen praktischen Anwendungen stehe der Ruhebereich, in dem ein Gast auch mal für sich allein entspannen könne. Die entsprechende Inneneinrichtung mit wenigen, aber interessanten Blickpunkten gehöre dazu.
"Die Anspannung nehmen und die Fantasie wecken", das will Zander mit der Einrichtung seines Hauses erreichen. Die einzelnen Massagen, Bäder, Saunen, Dampfbäder und Schönheitsprogramme können unterschiedlich sein, müssen aber eines im Blick haben, "den ganzen Menschen".
Deshalb spielen Düfte, Musik und Licht eine wichtige Rolle. Auch eine gesunde Ernährung regt die Sinne an und gehört zu einem umfassenden Programm. Und, fügt Zander hinzu: „Entspannung braucht Zeit und Regelmäßigkeit.“ Etwa vier bis fünf Stunden müssten eingeplant werden, um den Stress hinter sich zu lassen.

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