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Textilgeschäft von Nazis abgebrannt

Herbert Krüger aus Senftenberg notierte zu dem vergangenen Fotorätsel: Auf diesem Grundstück stand das Textilgeschäft von Natan Klein. Unter der Senftenberger Bevölkerung war er sehr angesehen.

Die Verkäuferinnen sind gut ausgewählte Kräfte gewesen. Unverständlich für uns waren die brutalen Vorgänge gegen ihn und das Feuerlegen in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Geschäft neu aufgebaut. Im Erdgeschoss befindet sich heute das Stadtcafé. Es wurde nach der Eröffnung von den Senftenbergern gern besucht. Auch in diesem Sommer waren wieder Tische auf den Bürgersteig gestellt worden. Folglich wurden die Gäste auch außerhalb des Cafés bedient. Im ersten und zweiten Stock befinden sich Wohnzimmer.
Zum Haus Nr. 27 wäre noch zu sagen, dass die sechs Balkone im Zuge der Renovierung abgebaut wurden.
Adelheid Vorwerk schreibt per E-Mail:
Das Foto zeigt einen Teil der Bahnhofstraße in Senftenberg. Im Eckhaus gab es damals das Kinderkaufhaus „Steppke“ . Es ist schade, dass es ein solches Geschäft heute nicht mehr in Senftenberg gibt.
Die Bahnhofstraße war einst eine belebte und beliebte Einkaufstraße. Zu sehen sind auf dem Foto auch die Bonbonniere und die Buchhandlung. Es wäre schön, wenn die Bahnhofstraße wieder zu einer Einkaufsmeile umgestaltet würde.
Rotraut Alter aus Ruhland erinnert sich:
Das Gebäude beherbergt heute das Stadtcafé in Senftenberg, Bahnhofstraße/Ecke Laugkstraße. In der Zeit, als dieses Foto entstand, habe ich als junge Frau in Senftenberg gewohnt und gearbeitet. Die fünf Schaufenster zeigen Auslagen des Kinderkaufhauses. Dieses Geschäft war für mich damals sehr wichtig, weil ich ein Kleinkind hatte. Ich erinnere mich an die sehr schöne Schaufensterdekoration: Die Figuren aus dem Fernsehen waren mal ausgestellt - das Sandmännchen, das Schnatterinchen und Pittiplatsch.
Neben dem Kaufhaus befanden sich noch zwei für mich damals sehr wichtige Geschäfte: Die Volksbuchhandlung „Glück Auf“ und die Kreisbibliothek. Denn ich arbeitete damals als Bibliothekarin in der Bibliothek des Reichsbahnkulturhauses „Yves Lejarre“ in der Straße der Jugend.
Manuela Fliegner aus Senftenberg weiß ebenfalls des Rätsels Lösung:
Ich habe das Stadtcafé in Senftenberg erkannt. Leider war ich seit der Wende nicht mehr in diesem Lokal. Zu DDR-Zeiten haben wir dort sehr oft gefeiert. Ob Weihnachtsfeiern mit Arbeitskollegen oder privat, ob Silvester oder Fasching - es war immer sehr schön. Auch konnte man dort sehr gut essen.
Walter Czarnecki aus Senftenberg tippte ebenfalls richtig auf das Stadtcafé.