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| 02:46 Uhr

Temposünder weiter im Visier

Vor allem an viel befahrenen Verkehrsadern wird eine strenge Überwachung der Tempolimits gefordert.
Vor allem an viel befahrenen Verkehrsadern wird eine strenge Überwachung der Tempolimits gefordert. FOTO: Steffen Rasche/str1
Senftenberg. Die Ordnungshüter der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz sind mit einem mobilen Blitzer mehrschichtig im Einsatz. Die Zahl der Fahrverbote ist steigend. Kathleen Weser

Temposünder halten die Ordnungshüter im Landkreis Oberspreewald-Lausitz auf Trab. Mehr als 10 000 Geschwindigkeitsüberschreitungen auf den Straßen sind im vergangenen Jahr geahndet worden - hauptsächlich mit Ordnungs- und Verwarngeldern. Die Zahl der Fahrverbote steigt aber auch leicht.

Acht stationäre Blitzer sind im Kreisgebiet aktiv. Ein mobiles Messgerät ist im Einsatz.

"Der Landkreis überwacht das Einhalten zulässiger Höchstgeschwindigkeiten an mehr als 140 Messorten", erklärt Kreis-Sprecherin Marlen Weser. Das moderne mobile Radarmessgerät ist mehrschichtig im Einsatz - und das sowohl in den frühen Morgenstunden als auch zu den Hauptverkehrszeiten. Die Standorte werden täglich gewechselt.

Schwerpunkte der Kontrollen im Kreisgebiet sind die Landesstraße 55 in Schwarzheide (erlaubt ist hier Tempo 50), die Bundesstraße 169 in Neupetershain-Nord (für Autos sind 50, für Lkw 30 Stundenkilometer vorgeschrieben) und die Landesstraße 49 in Boblitz (Tempo-30-Zone).

An mehr als 200 Einsatztagen sind im vergangenen Jahr 12 700 Überschreitungen festgestellt worden. Im Jahr zuvor sind die Ordnungshüter weniger zu Kontrollen ausgerückt - mit 7800 Temposündern wurden deutlich weniger Fahrer mit dem Bleifuß auf dem Gaspedal registriert. Dies ist aber auch auf personelle Engpässe in der Straßenverkehrsbehörde zurückzuführen. Der Blitzer hatte mehr Pause.

Im Jahr 2014 waren bei wieder normalem mobilen Einsatz insgesamt 11 600 Fahrer messbar zu schnell in der Spur. Die Zahl der Fahrverbote ist - wie auch in den Nachbarkreisen - auf den Verkehrsadern zwischen Lübbenau und Ortrand leicht steigend. Im vergangenen Jahr wurden 129 ertappte Fahrer in Oberspreewald-Lausitz den Führerschein zeitweise los (Zum Vergleich 2015: 112 und 2014: 122).

Mehr als 300 000 Euro schwer schlagen die Strafen jährlich ins Kontor. Im Jahr 2015 hat der Landkreis, auch wegen der reduzierten Überwachung, nur etwa 220 000 Euro verbucht.

Zum Thema:
Tempo-Überschreitungen von bis zu 20 Kilometern pro Stunde mit einem Auto ohne Anhänger und bis zu 15 km/h mit einem Lkw (Fahrzeug über 3,5 Tonnen) zählen zu den geringfügigen Ordnungswidrigkeiten (Verwarngelder), die nicht im Fahrerlaubnisregister eintragungspflichtig sind - also ohne Punkte in Flensburg ausgehen.90 Prozent der im Kreisgebiet Oberspreewald-Lausitz festgestellten Temposünden bleiben in diesem Bereich.