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| 15:10 Uhr

Teilnehmerrekord
Nur zwei Schlauchpannen bei einer Rekord-Tour der Radfahrer

 Aufbruch zur kürzesten Etappe vom Hafencamp zur Gaststätte Strandidyll in Großkoschen. Mit Bratwurst und Kartoffelsuppe gestärkt, konnten sich die Radler-Waden etwas erholen, bevor es weiterging rund um den See wieder zum Ausgangspunkt nach Peickwitz.
Aufbruch zur kürzesten Etappe vom Hafencamp zur Gaststätte Strandidyll in Großkoschen. Mit Bratwurst und Kartoffelsuppe gestärkt, konnten sich die Radler-Waden etwas erholen, bevor es weiterging rund um den See wieder zum Ausgangspunkt nach Peickwitz. FOTO: Aswendt Peter / PETER ASWENDT
Peickwitz. Mehr als 300 Fahrradfahrer erkunden mit dem Landrat das Seenland rund um den Senftenberger See. E-Bike als Hauptgewinn rollt diesmal nach Ruhland. Von Peter Aswendt

Aufsatteln - fertig - los! Zum 22. Mal hatte der Landkreis Oberspreewald-Lausitz und die Sparkasse Niederlausitz zur Tour de OSL eingeladen. Rekorde, Jubiläen und Premieren begleiteten die Teilnehmer am Samstag auf der informativen Radeltour rund um den Senftenberger See. Die beliebte Tombola sorgte für Spannung auch nach der Zieleinfahrt.

In diesem Jahr feiert der Landkreis OSL sein 25-jähriges Bestehen. Nicht ganz so lange gibt es die Tour de OSL. Bei den bisherigen Touren legten rund 4000 Teilnehmer 880 Kilometer zurück. Zur 22. Auflage am Wochenende hatte das Team um Landrat Siegurd Heinze (parteilos) einen knapp 47 Kilometer langen Kurs rund um den Senftenberger See ausgesucht.

 Rauf auf den Sattel hieß es am Gutshof in Schwarzbach. Gestartet wurde dort zur längsten Etappe über 17 Kilometer nach Hosena.
Rauf auf den Sattel hieß es am Gutshof in Schwarzbach. Gestartet wurde dort zur längsten Etappe über 17 Kilometer nach Hosena. FOTO: Aswendt Peter / PETER ASWENDT

Eine weitere Premiere war der Start selbst, der zum ersten Mal vom Sportplatz in Peickwitz aus erfolgte. In bewährter Manier wurden die 305 Teilnehmer, was übrigens ein Teilnehmerrekord ist, von der Senftenberger Polizei und dem DRK-Lausitz begleitet. Auch für Ronny Hilpert, von der Senftenberger Polizeidienststelle, war es eine Premiere, die Tour auf dem Motorrad zu begleiten. Sein erfahrener Kollege Bodo Tomschin, der auf  zehn Touren zurückblicken kann, stand ihm hilfreich zur Seite.

Geführt von Jens Bergmann, mit orangener Weste und Megafon ausgerüstet, rückte die Radlerschar zur ersten Station auf dem Gutshof in Schwarzbach vor. Hier wartete schon Gutsherr Martin Giersch auf den Tourtross. Der Österreicher, der in Wien im Umweltministerium arbeitet, hat das Gutshaus im Jahr 2002 erworben und restauriert das barocke Kleinod Stück für Stück. „Auf der Grünen Woche in Berlin hatte ich über das Café Schwarzbach Kontakt zum Landkreis bekommen“ beschreibt der Schwarzbacher Gutsherr aus Wien das Kennenlernen. „Seitdem besteht ein guter Kontakt“, fügt er hinzu. Mit dem Verein Arenum, als Umweltbildungs- und Projektträger, hat Martin Giersch ein kleines Kompetenzzentrum in Schwarzbach etabliert. Für die Tourteilnehmer gab es Erfrischungen und einen Blick in den restaurierten Gutshof, ehe Jens Bergmann sein Megafon ansetzte und zur nächsten Etappe nach Hosena, zur Kelterei, aufrief.

Stramme 17 Kilometer mussten von Schwarzbach nach Hosena absolviert werden, um sich in der dortigen Kelterei über die Herstellung diverser Fruchtsäfte aus heimischer Produktion aufklären zu lassen. Immer mit im Geschehen war auch der mobile Fahrradservice von Heinz Trasper. „Auf den ersten Kilometern hatten wir zwei Schlauchpannen und ein Reifen musste gewechselt werden“, so der Fahrraddoktor.

Für Monika Lossack und Klaus Globig aus Hoyerswerda stellte die längste Etappe keine Herausforderung dar. „Wir fahren im Jahr so um die 8000 Kilometer mit dem Fahrrad“, lachen beide. Bei der Tour de OSL sind sie zum ersten Mal am Start. „Uns gefällt besonders, dass man noch Infos an den Stationen bekommt“, zeigen sie sich an der Kelterei in Hosena besonders interessiert. Für Klaus Eberling aus Senftenberg ist das gemeinsame Radfahren das Schönste: „Man kann sich unterhalten und Gedanken austauschen. Das macht mehr Spaß als alleine die Kilometer abzuradeln“, ist der Senftenberger überzeugt.

Als nächste Etappe wurde das Hafencamp angesteuert, wo ein Blick in die Baumhäuser und andere Feriendomizile für die Teilnehmer möglich war. Für Familie Haupt aus Radebeul war die Tour ein schöner Tagesausflug und Gelegenheit für einen Familienbesuch. „Meine Mutti hat uns den Termin der Tour gesagt und so haben wir es gleich als Ausflug geplant“, lacht Jenny Haupt. Während sie schon mehrmals die Tour gemacht hat, ist es für Ehemann Olaf und Sohn Emilio (6) das erste Mal. Großes Interesse zeigt die junge Familie aus Sachsen an den Baumhäusern. „Das macht bestimmt Spaß, so weit oben zu wohnen“, lacht Emilio.

Gegen 13 Uhr musste noch mal zwei Kilometer lang kräftig in die Pedale getreten werden, ehe es mit Bratwurst und Kartoffelsuppe am Strandidyll die wohlverdiente Mittagspause gab. Ramona Elsner und Enrico Dockter aus Kittlitz fahren schon zum vierten Mal die Tour. „Der Senftenberger See war ja oft in den Schlagzeilen im vergangenen Jahr. Da wollten wir uns auf der für uns neuen Strecke mal umschauen“, erzählen beide.

Nach der Stärkung ging es noch einmal mit 15 Kilometern auf eine längere Etappe rund um den Senftenberger See zurück nach Peickwitz. Traditioneller Abschluss der Tour ist die große Radler-Tombola. Jeder Teilnehmer hatte beim Start der Tour ein Los erhalten und fieberte nun der Auslosung entgegen. Neben den vielen Sachpreisen, die jedes Jahr verlost werden, gibt es auch immer ein Fahrrad zu gewinnen. Dem technischen Fortschritt kann sich auch die Tour de OSL nicht verschließen, und so gab es in diesem Jahr ein E-Bike zu gewinnen. Glücklicher Gewinner des von der Sparkasse gesponserten elektrischen Gefährts ist Thomas Höntsch aus Ruhland. „Das kam völlig unerwartet“, freut er sich und dreht gleich eine Ehrenrunde.

Auch für das gesamte Tour-Team verlief das Ausradeln sehr positiv. „Es gab nur einen kleinen Sturz, ansonsten verlief alles reibungslos. Und sogar das Wetter war zum ersten Mal im Mai richtig schön“, freuen sich die Tour-Macher.

 Rauf auf den Sattel hieß es am Gutshof in Schwarzbach. Gestartet wurde dort zur längsten Etappe über 17 Kilometer nach Hosena.
Rauf auf den Sattel hieß es am Gutshof in Schwarzbach. Gestartet wurde dort zur längsten Etappe über 17 Kilometer nach Hosena. FOTO: Aswendt Peter / PETER ASWENDT
 Aufbruch zur kürzesten Etappe vom Hafencamp zur Gaststätte Strandidyll in Großkoschen. Mit Bratwurst und Kartoffelsuppe gestärkt, konnten sich die Radler-Waden etwas erholen, bevor es weiterging rund um den See wieder zum Ausgangspunkt nach Peickwitz.
Aufbruch zur kürzesten Etappe vom Hafencamp zur Gaststätte Strandidyll in Großkoschen. Mit Bratwurst und Kartoffelsuppe gestärkt, konnten sich die Radler-Waden etwas erholen, bevor es weiterging rund um den See wieder zum Ausgangspunkt nach Peickwitz. FOTO: Aswendt Peter / PETER ASWENDT