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| 19:46 Uhr

Technischer Beobachter schon auf neues Staren-Nest gerichtet

Hungrige Mäuler im Starennest. Die Eltern sind im Fütterungsstress.
Hungrige Mäuler im Starennest. Die Eltern sind im Fütterungsstress. FOTO: hirsch
Großkoschen. In einem Nistkasten im Garten von Klaus Hirsch in Großkoschen ist die Kamera jetzt eingebaut. Die Bewohner werden voller Ungeduld erwartet. Kathleen Weser

Das Auge der Kamera von Naturfreund Klaus Hirsch in Großkoschen ist bereits in einen Starkasten im Garten eingebaut. Die Ankunft der Vögel am Senftenberger See erwartet er jetzt schon voller Ungeduld. Denn das Leben im Nest will er wieder genau verfolgen.

Nach Anfangsschwierigkeiten, immerhin hatte die Kamera nunmehr schon sieben Jahre als technischer Beobachter von Meisen und Staren gute Dienste geleistet und auch "viele Attacken von Bewohnern überstehen müssen", ist jetzt alles vorbereitet. Rund um die Uhr aufnahmebereit liefere die Technik ein scharfes Bild und die Möglichkeit, für Gäste des Großkoscheners per Bildschirm auch einmal live in den hoffentlich bald bewohnten Starkasten zu schauen. "Erwachsene und Kinder machen davon gern Gebrauch", bestätigt der Naturfreund.

Bis zum Beginn des Brutgeschehens aber dauere es noch. "Erst müssen ja noch das Nest gebaut, die Eier gelegt und ausgebrütet werden", erklärt Klaus Hirsch.

Zur Zeit suchen die männlichen Stare einen passenden Nistkasten. Den bewachen sie auch ganztägig.

Im März sind sie auf der Suche nach der passenden Partnerin. Ist die mit der ausgewählten Wohnung einverstanden, wird gemeinsam das Nest gebaut. Dann schleppt er das Nistmaterial herbei, und sie baut. Der Mann ist also auch hier eher der Spezialist fürs Grobe, sie die Innenarchitektin. "Gefällt ihr etwas nicht, wirft sie das unpassende Material aus dem Kasten", bestätigt der langjährige Vogelbeobachter. Im April werden die Eier gelegt, jeden Tag eines, insgesamt gewöhnlich vier bis fünf. Dann geht es ans Brüten. Hier wird abgewechselt. Nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Jungen, werden von den Eltern gefüttert und fliegen etwa nach drei Wochen aus. Danach kann es zu einer zweiten Brut kommen. Jungvögel haben viele natürliche Feinde. Marder, Elstern und auch Buntspechte gehören dazu. Völlige Brutverluste drohen auch. "Ich hoffe, dass in diesem Jahr alles gut geht", erklärt Klaus Hirsch abschließend.