ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:27 Uhr

Technik lindert Schmerzen

Durch gezielte Investitionen konnten zu Beginn des Jahres neue Geräte und Instrumentarien in der Klinik für Urologie der Klinikum Niederlausitz GmbH in Lauchhammer angeschafft werden. Dadurch werden die therapeutischen und diagnostischen Möglichkeiten im urologischen Sektor wesentlich erweitert und entscheidend verbessert. red/mho

Installiert wurde beispielsweise ein Lasergerät zur Zerkleinerung von Harnsteinen. Jährlich sind etwa 300 000 bis 400 000 Patienten in Deutschland von Harnsteinleiden betroffen. Dabei ist das Erkrankungsrisiko bei Männern doppelt so hoch wie bei Frauen. Bisher wurden in der Klinik für Urologie Harnsteine überwiegend operativ entfernt oder durch Stoßwellen-Zer trümmerung so zerkleinert, dass sie selbstständig abgehen. "In Kombination mit sehr dünnen Endoskopen sind wir mit dem neuen Lasergerät nunmehr in der Lage, auf schonendste Weise Nierensteine über die natürlichen Körperöffnungen bis in den kleinsten Winkel der Nieren zu zerkleinern und zu entfernen. Durch die gezielte Anwendung können bei dem Patienten enorme Schmerzen vermieden werden." so Dr. Wolfgang Schmidt, Chefarzt der Klinik für Urologie.Die Ärzte der Klinik haben sich langfristig durch Hospitationen an den Universitätskliniken Dresden, München und Regensburg auf die fach gerechte Therapie vorbereitet. Die ersten Patienten wurden bereits erfolgreich behandelt. Die urologische Klinik in Lauchhammer ist, nach eigenen Angaben, in der näheren Umgebung der einzige Anbieter dieser Art der medizinischen Behandlung von Harnsteinen. Neben dem Lasergerät wurde auch eine Anlage für die optische Sichtbarmachung von Harnblasengeschwülsten eingerichtet. Des Weiteren ist für die kommenden Monate geplant, einen weiteren Laser zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung regelmäßig einzusetzen. Mit den medizintechnischen Neuanschaffungen und der qualifizierten Weiterbildung der Ärzte möchte die Klinik für Urologie in Lauchhammer ein noch breiteres Spektrum zur Versorgung der Patienten in der Region und darüber hinaus anbieten. red/mho