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Tagespflegestätte in Hohenbocka bereit

Rico Schneidereit (l.) hat die Bauaufsicht jetzt beendet und schaut sichtlich stolz auf das schöne Haus. Beata Schneidereit (M.) führt den Pflegedienst mit Herz. Gemeinsam mit Pflegedienst-Chefin Anja Lindner (r.) macht sie die ersten Gäste mit den Möglichkeiten der Tagespflege bekannt.
Rico Schneidereit (l.) hat die Bauaufsicht jetzt beendet und schaut sichtlich stolz auf das schöne Haus. Beata Schneidereit (M.) führt den Pflegedienst mit Herz. Gemeinsam mit Pflegedienst-Chefin Anja Lindner (r.) macht sie die ersten Gäste mit den Möglichkeiten der Tagespflege bekannt. FOTO: Steffen Rasche/str1
Hohenbocka. Etwa drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz zu Hause versorgt. Um Pflege und Beruf vereinen und als Angehöriger auch einmal selbst unbesorgt entspannen zu können, steigt der Bedarf an Entlastungsangeboten. Kathleen Weser

Die "Krankenpflege mit Herz" in Hohenbocka hat in eine neue Tagespflegestätte mit 15 Plätzen investiert. Bewusst wohnortnah im ländlichen Raum, betont Inhaberin Beata Schneidereit. Das Werk ist jetzt vollbracht: Das neue Haus ist am Wochenende für Neugierige und Interessenten geöffnet worden. Und die haben die Gelegenheit sehr rege genutzt.

Ein freundlicher und farbenfroher Gemeinschaftsraum für Unterhaltung und Beschäftigung der pflegebedürftigen und vermutlich auch an Demenz Erkrankten, ein Ruheraum mit gemütlichen Sesseln und Pflegebetten sind entstanden. Fünf neue Jobs sind mit der Tagespflege geschaffen worden. Start ist wahrscheinlich im November. Denn die Verträge mit der Pflegekasse werden derzeit noch endverhandelt. Ehemann Rico Schneidereit, der sich um die Fördermittel aus dem europäischen Topf der ländlichen Entwicklung und die Baustelle gekümmert hat, atmet auf - und schaut sichtlich zufrieden auf das Haus. 330 000 Euro wurden investiert, 130 000 Euro davon sind Fördergeld.

Zum Thema:
In Oberspreewald-Lausitz leben derzeit etwa 4500 Pflegebedürftige. Tendenz steigend. Die aktuellen Prognosewerte liegen für das Jahr 2020 bei 5200, für 2025 bei 5900 und im Jahr 2030 bei etwa 6300 betroffenen Einwohnern. Die häusliche Pflege mit ambulanter Hilfe nimmt zu. Im Kreisgebiet werden nunmehr 160 Plätze in elf Tagespflegestätten vorgehalten.