Das chinesische Hightech-Unternehmen Svolt siedelt sich auf dem früheren Vestas-Gelände in Lauchhammer an. Am Freitag stellte es dort seine Pläne vor. Über die Höhe der Investitionen am Lausitzer Standort, den Produktionsstart und die Zahl der Arbeitsplätze, die entstehen könnten, machte das Unternehmen zunächst keine Angaben. Svolt befinde sich mit dem Projekt noch in einer frühen Phase, sagte der Europachef des Unternehmens, Kai-Uwe Wollenhaupt. Derzeit werde ein Masterplan für den Umbau, die Modernisierung und Erweiterung des ehemaligen Vestas-Geländes erarbeitet. Eine Übernahme von ehemaligen Vestas-Mitarbeitenden sei für das Unternehmen denkbar, so Wollenhaupt. Das Werk könnte einmal eine Kapazität von 1000 Arbeitsplätzen haben.

Svolt stellt Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesystem her

Svolt produziert Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge sowie Energiespeicher. Weltweit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 12.000 Menschen, davon 3000 in der Forschung und Entwicklung. Der Hauptsitz befindet sich in der Provinz Jiangsu in China. Firmensitz der europäischen Tochter Svolt Energy Technology (Europe) GmbH ist Frankfurt am Main.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sagte bei dem Termin, er wünsche sich Arbeit für etwa 250 ehemalige Vestas-Mitarbeiter. Sie müssten allerdings bereit sein, sich weiterzubilden.

Lausitz wird Batterietechnik-Region

Mit SVolt komme ein Unternehmen, das bestens in die Lausitz passe, sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), Steffen Kammradt. Die WFBB hat die Ansiedlung intensiv begleitet. „Die Lausitz entwickelt ein starkes Profil im Bereich der Batterietechnik“, so Kammradt. Nach RockTech in Guben, der Fertigung von Kathodenmaterial bei der BASF am Standort Schwarzheide und Anodenmaterial bei Altech im Gewerbegebiet Schwarze Pumpe erweitere sich die Wertschöpfungskette in der Lausitz mit Svolt.
Im ehemaligen Vestas-Werk in Lauchhammer wurden Rotorblätter für Windkraftanlagen produziert. Vestas hatte im vergangenen Jahr beschlossen, das Werk sowie zwei weitere europäische Standorte zu schließen. Die Produktion endete zum Jahreswechsel. Svolt ist nach Angaben der Wirtschaftsförderer das 23. chinesische Unternehmen, das sich in Brandenburg angesiedelt hat.