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| 01:06 Uhr

Super Jahres-Auftakt: Altstars kicken in Senftenberg

HallenFussball.. Als im Jahr 2000 auf Initiative des Senftenberger Andreas Heiden und unter Regie des FSV Glückauf Brieske/Senftenberg erstmals in der Niederlausitzhalle ein Hallen-Turnier mit Ex-DDR -Oberliga-Mannschaften geplant wurde, konnte niemand wissen, wie die Sache bei den Fußballfans ankommen Michael Hillmann

würde. Heute ist die Antwort klar. Die geneigte Anhängerschar zeigte von Jahr zu Jahr mehr Begeis terung. Dazu trug sicher auch bei, dass regelmäßig mehr prominente Mannschaften und Alt-Stars dem Ruf in die Lausitz folgten. Am 15. Januar ist ab 14 Uhr bereits die fünfte Auflage zu erleben.
Dass die Traditionself der BSG Chemie Leipzig dabei als Pokalverteidiger das Feld anführen wird, ist sicher eine Überraschung. Denn bei den „Chemikern“ , die 1964 sensationell DDR-Meister wurden, fehlen weitestgehend die großen Namen. Allenfalls der vorjährige Torschützenkönig Hans -Jörg Leitzke gehört in diese Kategorie, auch wenn er seine erfolgreichsten Jahre beim 1. FC Lok verbrachte.
Anders präsentiert sich der zweifache Turniergewinner 1. FC Magdeburg . Ob Wolfgang „Paule“ Seguin, Dirk Stahmann, Siegmund Mewes oder Damian Halata: Spieler dieser Klasse ließen bei jedem Traditionsturnier Erinnerungen an Glanzzeiten wach werden, als die Elbestädter als einziger DDR-Verein 1974 den Europacup gewannen.
Nicht erst seit dem Aufstieg in die zweite Bundesliga weiß der 1. FC Dynamo Dresden eine Riesen-Fanschar hinter sich. Spätestens als beim vergangenen Senftenberger Hallenspektakel sogar der hundertfache Auswahlspieler „Dixie“ Dörner an der Seite weiterer Größen wie Matthias Döschner oder Dieter Riedel dribbelte, fühlte man sich wieder in die Jahre zurück versetzt, als die Sachsen jeweils sechs Meistertitel und Pokalsiege holten.
Im Europacup schrieb der FC Carl Zeiss Jena Fußballgeschichte. Keine Frage, dass Protagonisten wie Eberhard „Matz“ Vogel, Harald Irmscher und Jürgen Raab bei ihrem ersten Gastspiel in der Niederlausitzhalle vor einem Jahr eine Aufwertung des Teilnehmerfeldes bedeuteten. In der Chronik des Thüringer Vereins finden sich drei Meistertitel und vier Pokalgewinne.
Für Aufsehen sorgten die Traditionskicker der BSG Wismut Aue , als sie vor zwei Jahren erstmals in Senftenberg mitspielten und gleich als Sieger ins Erzgebirge zurück reisten. Die „Veilchen“ aus dem Lößnitztal schafften es zu DDR-Zeiten, nach dem Aufstieg 1951 ununterbrochen die Klasse zu halten. In den 80er-Jahren qualifizierten sie sich für den UEFA-Cup, und Torhüter Jörg Weißflog wurde in die DDR-Auswahl berufen.
Und der Gastgeber? Die meisten Altliga-Spieler des FSV Glückauf Brieske/Senftenberg waren noch mittendrin, als die Knappen in der DDR-Liga oder nach der Wende in der Amateur-Oberliga mit dem typischen Briesker Kampfgeist so manchem Gegner das Fürchten lehrten. Länger zurück liegen freilich die größten Erfolge, wie der Landespokalsieg 1949, der DDR-Vizemeistertitel 1956 oder der dritte Platz 1958.
Was die FSV- „Erste“ in diesem Jahr unter dem Hallendach drauf hat, wird man beim 32. Hallenturnier schon am 8. Januar um 14 Uhr zu sehen bekommen. Mit dem KSV Tettau/Schraden, dem FSV Lauchhammer, dem SV Eintracht Ortrand, dem SV Großräschen und Fortuna Senftenberg werden alle Landesmannschaften des Kreises den Vorjahressieger herausfordern.