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| 03:03 Uhr

Studenten haben vier Lausitzer Dörfer im Fokus

Unterwegs in der Lausitz: Die ehemalige IBA-Projektleiterin Brigitte Scholz hat Studierende beim Auftakt der Sommeruniversität begleitet, bei der die vier Lausitzer Dörfer Jänschwalde, Groß Jamno, Pusack und Gablenz im Fokus stehen.
Unterwegs in der Lausitz: Die ehemalige IBA-Projektleiterin Brigitte Scholz hat Studierende beim Auftakt der Sommeruniversität begleitet, bei der die vier Lausitzer Dörfer Jänschwalde, Groß Jamno, Pusack und Gablenz im Fokus stehen. FOTO: Christiane Klein/chk1
Großräschen. Auf Stippvisite ins Land der Internationalen Bauausstellung (IBA) hat sich Professorin Brigitte Scholz begeben. Die ehemalige Betreuerin der 30 Projekte der Internationalen Bauausstellung war in diesen Tagen mit Studierenden in der Lausitz unterwegs, um sie beim Auftakt der internationalen Sommeruniversität zur Zukunft der Lausitzer Dörfer in Südbrandenburg zu begleiten. chk1

Am Projekt "Wüste Leere II - Neue Landschaften und Identität" beteiligen sich auch junge Menschen der Alanus Hochschule bei Bonn. Dort lehrt Brigitte Scholz im Fachbereich Architektur im Lehrgebiet Gemeinschaftsorientierte Projektentwicklung. "Es ist schön, dass der Kontakt nicht abreißt", sagt die Professorin. Sie hat rund zwölf Jahre in der Lausitz gelebt und gearbeitet.

Innerhalb der Sommeruniversität nehmen die Studierenden vier Lausitzer Dörfer in den Fokus, suchen nach deren Stärken und Schwächen. Und sie gehen der Frage nach, welche Bedeutung Faktoren wie Identität und Heimat spielen. "Wir sind ästhetisch forschend unterwegs und entwickeln unser künstlerisches Interesse über diesen Ort. Über Skulpturen und Objekte, großflächige räumliche Eingriffe, Kurzfilme und Aktionen, Fotografien, Zeichnung und Malerei machen wir die Widersprüchlichkeit dieser Region sichtbar", heißt es in einer Mitteilung zum EU-Projekt Laurin zur Förderung regionaler Identität und kultureller Vielfalt. Die Sommeruniversität organisiert es zusammen mit verschiedenen Partnern. In diesen Tagen sind die internationalen Studierenden nicht nur im IBA-Studierhaus in Großräschen unterwegs, sondern erkunden auch die Dörfer Jänschwalde, Groß Jamno, Pusack und Gablenz. Für Brigitte Scholz ist das ein spannendes Forschungsfeld - vor allem auch im Kontrast zu dem westdeutschen Ballungsraum, in dem sich die Alanus Hochschule befindet. "Der Raum Köln und Bonn ist total verstädtert. Da muss man die Landschaft suchen", sagt die Landschafts- und Freiraumplanerin. In der Lausitz dagegen müsse man die Städte suchen und habe ein Übermaß an Landschaft. Für die Studenten sei es spannend zu sehen, welche Strategien in Orten entwickelt werden, in denen es kein Wachstum gibt, um dennoch Lebensqualität zu sichern.

Die Ergebnisse der Sommeruniversität sollen am Freitag, 20. September, im IBA-Studierhaus Großräschen präsentiert werden.