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| 01:45 Uhr

Strukturwandel in der Lausitz
Lausitzer Casting beim Bund

Karsten Feucht ist Koordinator für die Innovationswerkstatt in Großräschen.
Karsten Feucht ist Koordinator für die Innovationswerkstatt in Großräschen. FOTO: Jan Augustin / LR
Großräschen. Weitere Fördermillionen stehen in Aussicht. Vier Projekte sind eine Runde weiter. Von Jan Augustin

Vier Lausitzer Bündnisse haben erfolgreich die erste Runde beim Casting für das Förderprogramm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ überstanden. Um das insgesamt 150 Millionen Euro schwere Paket, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung in strukturschwache Regionen Ostdeutschlands stecken will, haben sich 105 Antragsteller beworben. Nun konkurrieren noch 32 Projekte gegeneinander. Bis Ende Oktober haben diese Initiativen nun Zeit, ein überzeugendes Konzept zu erstellen. Die zwölf besten Projekte können sich dann auf eine Geldspritze von je bis zu etwa acht Millionen Euro freuen.

Unter dem Titel „Ko-Innovationsplattform Industrieautomation“ (KOI) ist die Innovationsregion Lausitz GmbH ins Rennen gegangen. Ziel sei der Aufbau eines regionalen Bündnisses aus industriellen Produktionsbetrieben, Technologie- und Anwendungsentwicklern, die neue Produktinnovationen in der Industrieautomatisierung entwickeln.

Die Hochschule Zittau/Görlitz bewirbt sich mit der Initiative „Lausitz – Life and Technology“. Diese interdisziplinäre Lausitz-Allianz will durch Entwicklungen von Technologien, einer attraktiven Arbeits- und Lebenswelt die Region beim Strukturwandel begleiten.

Zum Thema Bergbaufolgelandschaft haben sich aus der Lausitz zwei Antragsteller beworben. Die BTU Cottbus-Senftenberg sowie das Forschungszentrum Landschaftsentwicklung und Bergbaufolgelandschaft verfolgen mit dem „Inno-LaBel“ die Idee, ein transparentes und zukunftsweisendes Netzwerk in der Lausitz aufzubauen. Der Verein vom IBA-Studierhaus in Großräschen hat eine „Innovationswerkstatt Wasser – Landschaft – Lausitz“ ins Leben gerufen. Das Vorhaben will mit konkreten Projekten eine passfähige Vision für die Lausitz entwickeln. Eine erste Idee ist, am Großräschener Hafen eine Art Denkfabrik in Form einer GmbH oder Stiftung zu etablieren. Im Gespräch sind auch ein Wasser-Kompetenz-Zentrum am künftigen Cottbuser Ostsee sowie eine Fabrik für schwimmende Häuser in Modulbauweise, bestätigt Koordinator Karsten Feucht.