(dr) Der Streit um die Lärm- und Verkehrsbelastung an der Bundesstraße 169 ist am Mittwoch in der Sitzung des Spree-Neiße-Kreitages weitergeführt worden. Dort forderte die SPD ein allgemeines Fahrverbot für Transit-Verkehr von Lkw über 2,8 Tonnen auf der Bundesstraße. Im Vergleich zur Route über die Autobahn ergebe sich ohnehin kaum eine Zeitersparnis, sagte Helmut Franz, der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion. Kreis-Dezernent Carsten Billing entgegnete, der Landkreis befürworte Fahrverbote weiterhin nicht und verwies auf passive Lärmschutz-Maßnahmen. Für den 23. Oktober sei darüber hinaus ein Gespräch zwischen der Brandenburger Ministerin für Infrastruktur, Kathrin Schneider, den betroffenen Landkreisen und der Stadt Cottbus geplant. Vorausgegangen war der Debatte eine Beschwerde der Interessengemeinschaft der Anwohner. Sie werfen dem Brandenburger Infrastrukturministerium vor, eine „Verzögerungstaktik“ zu fahren, seit das Oberverwaltungsgericht ein Urteil zu Maßnahmen gegen den Lärm bestätigte.

Klein Oßnig/Allmosen