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| 12:41 Uhr

Hochwasserschutz
Strecke für Straßendeich der Schwarzen Elster geprüft

Ruhland. Die B 169 zwischen Ruhland und Elsterwerda soll perspektivisch auf einem neuen Hochwasserdeich an der Schwarzen Elster verlaufen. Jetzt prüft das Landesamt für Umwelt die vorgeschlagene Strecke. Von Torsten Richter-Zippack

Zwischen Ruhland und Elsterwerda verläuft die Bundesstraße 169 parallel zur Schwarzen Elster. Die stark befahrene Verkehrsachse und der Fluss befinden sich teilweise nur mehrere hundert Meter entfernt. Daher soll die B 169 mittelfristig eine Doppelfunktion erhalten. Und zwar als neu zu bauende, zweistreifige Straße mit abschnittsweisen Überholstreifen, sowie als Hochwasserschutzdeich. Das kündigt Steffen Streu vom Brandenburger Infrastrukturministerium an. Die Fahrbahn solle auf der Deichkrone verlaufen. Dazu werde die heutige Trasse ausgebaut. Gänzlich neuen seien die Ortsumfahrungen für Plessa und Elsterwerda. Die entsprechende Linienführung sei jetzt bestimmt worden. Derzeit prüfe das Landesamt für Umwelt, welche Maßnahmen notwendig sind, um gleichzeitig den Hochwasserschutz zu gewährleisten. „Gegenwärtig wird der Antrag auf Linienbestimmung beim Bund vorbereitet“, erklärt Steffen Streu. Der Experte rechnet mit der Zustimmung noch in diesem Jahr. Anschließend folge die Planfeststellung. So könne das Vorhaben wohl erst im nächsten Jahrzehnt realisiert werden.

Indes befindet sich eine echte „Hochwasserdeich-Straße“ in Brandenburg bereits im Bau. Ende dieses Jahres soll die Ortsumfahrung des Dorfes Breese bei Wittenberge vollendet werden. Bislang hatte die Stepenitz, ein kleines Flüsschen, die Fahrbahn bei Hochwasser unpassierbar gemacht.