Der Fußgängerüberweg in der Wilhelm-Pieck-Straße in Senftenberg ist eine Baustelle. Denn aufgrund eines Unfalls ist die Querung über die viel befahrene Nord-Süd-Achse arg in Mitleidenschaft gezogen worden. So wurde die Beleuchtung und Beschilderung durch einen Crash komplett zerstört. Die Schäden werden derzeit wieder behoben, sagt der Senftenberger Rathaussprecher Andreas Groebe.

Bürger kritisieren Fußgängerüberweg

Ein Senftenberger Bürger hat im jüngsten Bauausschuss bemängelt, dass der Überweg nahe der Regenbogen-Grundschule nicht den heutigen Anforderungen entsprechen würde. So würden die Autos, die von der Bahnbrücke hinunter kommen, ungebremst auf die Zebrastreifen zurasen. Darüber hinaus existierten keine Überholverbotslinien 50 Meter vor und nach dem Übergang. Nicht zuletzt verdecke die jetzige Baustelleneinrichtung den Blick der Fußgänger auf die Straße.

Nach Angaben des Rathauses entspricht der Fußgängerüberweg in seiner Form und Funktion den verkehrsrechtlichen Vorschriften. Eine Sperrlinie vor dem Übergang sei nicht erforderlich. Das bestätigt auch die Straßenverkehrsordnung.

An der Fahrbahnquerung in der Wilhelm-Pieck-Straße hatte es in der jüngsten Vergangenheit zwei Unfälle gegeben. Am 19. August 2019 war ein Pkw-Fahrer wegen eines gesundheitlichen Problems gegen die Straßenlampe gestoßen. Und am 23. Januar 2020 wurde am Überweg in der Pieck-Straße ein elfjähriger Junge von einem Pkw angefahren. Er musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden.