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Straßenbau in Hörlitz brummt
Straßenausbau bleibt ein Hörlitzer Brennpunkt

Die Kreuzstraße ist repräsentativ für das marode kommunale Straßennetz in Hörlitz.
Die Kreuzstraße ist repräsentativ für das marode kommunale Straßennetz in Hörlitz. FOTO: Martin Konzag / Gemeinde Schipkau
Hörlitz. Schipkau investiert über eine halbe Million Euro für den Straßenausbau im früheren Bergbauort Hörlitz.

Für den grundhaften Ausbau der Kreuzstraße in Hörlitz stehen die Signale auf Grün. Schipkaus Gemeindevertreter haben dafür in ihrer jüngsten Sitzung einstimmige Beschlüsse gefasst. Damit kann der im vergangenen Jahr begonnene ambitionierte Ausbau von Gemeindestraßen im früheren Bergbauort auch 2018 fortgesetzt werden.

Geplant ist, die innerörtliche Haupt­erschließungsstraße auf einer Länge von 600 Metern auszubauen. Zum Bauprogramm zählen die Erneuerung der unebenen Fahrbahn und die überfällige Modernisierung der Gehwege. „Einige Abschnitte der Gehwege sind für gehbehinderte Fußgänger oder junge Leute mit Kinderwagen kaum noch nutzbar“, so die Hörlitzer Ortsvorsteherin Helga Sztehlo. Die Zeit ist reif, hier für Abhilfe zu sorgen.

Viele Probleme bereitete bislang die nur stückhaft vorhandene Entwässerung der Straße. Bei stärkeren Niederschlägen ergoss sich das Wasser in Tieflagen oder bildete große Pfützen. „Diese Zustände sollen nun enden“, so Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU). Das Gemeindeoberhaupt ist besonders glücklich darüber, dass sich auch wieder der Wasserverband Lausitz in Hörlitz engagiert. Der Verband entschloss sich, die betagte Trinkwasserversorgung auf weiten Strecken zu erneuern. Zudem sollen weitere Haushalte an die lang erwartete Schmutzwasserkanalisation angeschlossen werden.

Erneuert wird zudem die Straßenbeleuchtung. Zum Vorhaben zählt auch die von den Anliegern gewünschte Schaffung von Auto-Stellflächen am Friedhof und an der Heilandskirche.

Dabei ist es nicht unerheblich, dass alle Schipkauer Ortsteile ihre finanzielle Kraft weiter gemeinsam auf Hörlitz konzentrieren. Immerhin fließen unterm Strich rund 520 000 Euro in das Straßenbauvorhaben. Ziel des gemeinsamen Kraftaktes ist es, den früher vom Bergbau besonders gezeichneten Ortsteil in der Lebens- und Wohnqualität deutlich voranzubringen.

Das Bauvorhaben soll im März starten und in zwei Bauabschnitten erfolgen. Die Gemeindeverwaltung lud Eigentümer entlang der Kreuzstraße inzwischen zu einer Zusammenkunft ein, in der über weitere Einzelheiten des Bauablaufes informiert wird.