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Sturm Herwart
Gefahren-Straße nach Tettau wieder dicht

Die Feuerwehr Lauchhammer hat auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Lauchhammer und Tettau am Sonntagmorgen nach heftigen Sturmböen zwei entwurzelte Birken umgelegt, um Gefahren zu bannen. Der Sturm war aber so stark in den Wald am Radweg gefahren, dass die Verkehrsader ab Mittag voll gesperrt wurde. Hier war Anfang Oktober eine Radlerin nach Sturm Xavier von einer Eiche erschlagen worden.
Die Feuerwehr Lauchhammer hat auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Lauchhammer und Tettau am Sonntagmorgen nach heftigen Sturmböen zwei entwurzelte Birken umgelegt, um Gefahren zu bannen. Der Sturm war aber so stark in den Wald am Radweg gefahren, dass die Verkehrsader ab Mittag voll gesperrt wurde. Hier war Anfang Oktober eine Radlerin nach Sturm Xavier von einer Eiche erschlagen worden. FOTO: Mirko Sattler
Senftenberg. Sturm Herwart wirft weitere Birken am Waldrand der Kreisstraße zwischen Lauchhammer und Tettau um. Einsatzkräften bleibt das erforderliche Ansetzen der Säge wegen der starken Windböen auch am Sonntag verwehrt. Von Kathleen Weser

Der stürmische Herwart ist in der Nacht zum und in den Morgenstunden des Sonntag heftig über die Lausitz gefegt. Orkanartige Böen haben im Süden des Oberspreewald-Lausitz-Kreises vor allem Bäume zu Fall gebracht. Erneut ist die Kreisstraße zwischen Tettau und Lauchhammer zur Gefahrenzone geworden. Die Verkehrsader ist deshalb voll gesperrt worden.

Birken wurden am Waldrand, an den unmittelbar der straßenbegleitende Radweg der viel befahrenen Verkehrsader angrenzt, entwurzel und sind gebrochen. Hier war Anfang Oktober eine Frau aus Grünewalde auf dem Radweg von einer Eiche erschlagen worden, die nach Sturm Xavier plötzlich auf eine Radlergruppe stürzte und weitere Bäume mit sich riss. Drei weitere Senioren wurden verletzt.

Entwurzelte Birken sind in unmittelbarer Nähe der Unglücksstelle auch am Sonntag ineinander gefallen. Die schweren Kronen haben die Bäume zwar noch gehalten. Der Angriff des am Vormittag dann bereits nachlassenden Windes war aber noch so stark, dass die Säge nicht angesetzt werden konnte. Wegen der Gefahr des Sturzes auf Radweg und Straße ist die Verkehrsader vor Ort von Polizei und Ordnungsbehörden dicht gemacht worden.

In der Leitstelle Lausitz glüht am Sonntag der Telefondraht heiß. Mehr als 1000 Anrufe wegen Sturmschäden verzeichnen die Mitarbeiter von Mitternacht bis gegen Mittag, 627 davon kommen über den Notruf. Im Oberspreewald-Lausitz-Kreis sind gegen 11.15 Uhr schon 58 Einsätze abgeschlossen, 42 Hilfeleistungen laufen noch. In Buchwalde muss die Senftenberger Feuerwehr einen zerborstenen Baum vollständig abtragen. In Großkoschen ist die Kraft der Säge gefragt. In Brieske hat ein Baum, der auf zwei Autos stürzte, die Gefährte zu Schrott gemacht. Auch in Hosena und Peickwitz sind die Feuerwahren parallel im Einsatz. Die Kameraden haben das Sturm-Chaos im Griff, haben aber - wie flächendeckend in der ganzen Lauzsitz - viel zu tun, um das Holz aus dem Wege zu räumen.

Auf dem Campingplatz am Grünewalder Lauch sind 14 Bäume umgestürzt. Sechs Wohnwagen sind beschädigt. Menschen blieben unversehrt. Denn selbst die hartgesottenen Camper hatten das stürmische Wochenende lieber in der warmen Stube als in der Natur verbracht. Platzeigentümer Jens Bohge hat sofort alle Kräfte mobilisiert, um den Platz zu beräumen und den Schaden zu begrenzen.