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| 12:34 Uhr

Klettwitz
Krötentunnel werden bei Kostebrau gebaut

Ab 22. Oktober ist die Ortsverbindung zwischen Klettwitz und Kostebrau vorerst dicht. Die entsprechende Vorbereitung ist bereits erfolgt.
Ab 22. Oktober ist die Ortsverbindung zwischen Klettwitz und Kostebrau vorerst dicht. Die entsprechende Vorbereitung ist bereits erfolgt. FOTO: Gemeinde Schipkau
Klettwitz. Nutzer der Straße zwischen Klettwitz und Kostebrau müssen sich ab 22. Oktober auf Einschränkungen und Umwege einrichten. Grund dafür ist eine zweimonatige Sperrung.

(red/trt) Die Straße zwischen Klettwitz und Kostebrau wird ab Montag im Bereich nahe des Kostebrauer Oberdorfes für etwa zwei Monate gesperrt. In dieser Zeit werden dort zehn Amphibienquerungen, im Volksmund Krötentunnel genannt, eingebaut. Parallel zur Straße entstehen beiderseits rund 800 Meter lange Leitwände, welche die Amphibien zu den Tunneln führen sollen. Für den Bauzeitraum wird eine Umleitung über Schipkau eingerichtet, teilt der Schipkauer Bauamtsleiter Martin Konzag mit.

Der gefährliche Weg über eine Straße, den Kröten, Molche und Frösche alljährlich auf ihrem Weg zu Laichgewässern in der Nähe von Kostebrau antreten, soll bald der Vergangenheit angehören. Bereits seit Jahren wurden im Frühjahr Fangzäune errichtet, um die vielen Tiere vor dem Tod durch Überfahren auf der Straße zu retten. Nach Angaben der OSL-Naturschutzbehörde waren dies im Durchschnitt knapp 6000 Tiere, darunter streng geschützte Arten. Das Auftreten der Tiere entlang der erst zehn Jahre alten Straße überraschte alle Beteiligten. Niemand hatte zuvor die Vermutung, dass ausgerechnet mitten im Alttagebau eine derartige Fülle von Amphibien existiert.

So entstand die Idee, mit einer ohnehin fälligen ökologischen Ausgleichsmaßnahme des Windparks Klettwitz dauerhafte Querungen einzubauen. Rund 360 000 Euro wendet der Windparkbetreiber Klettwitz Green Energy dafür auf. Das Projekt reiht sich in eine ganze Liste solcher Vorhaben ein, die gemeinsam mit der Gemeinde Schipkau, der Stadt Lauchhammer und anderen Partnern realisiert werden. „Unser Ziel war es stets, mit den Ausgleichsmaßnahmen sinnvolle Projekte in der Nähe des Windparks auf den Weg zu bringen“, sagt der Schipkauer Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU). Neben Abbruchmaßnahmen in Klettwitz, Schipkau und Meuro zählen auch Pflanzungen dazu.

Ab Montag wird zunächst mit dem Abfräsen des Asphalts begonnen. Später folgt dann abschnittsweise der Einbau der Tunnel.

(trt)