Von Andrea Budich

Sand in beige als feiner Ostseestrand, gelblich als Wüstensand oder fast weiß als Karibiksand - Großräschens Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) hat die Qual der Wahl. In seinem Chefzimmer im Rathaus steht eine kleine Sandproben-Parade. Nicht als launige Urlaubs-Mitbringsel von den schönsten Stränden dieser Welt, sondern als Arbeits- und Entscheidungshilfe.

Denn bevor im Sommer die Tieflader und Bagger zum künftigen Stadtstrand „Ilse“ anrollen, muss klar sein, welche Sandqualität es am Ende an den Großräschener See schafft. Unterschiedliche Anbieter haben deshalb ihre Proben als Refernzobjekte abgegeben. Wenn am Ende die Sandgrube Freienhufen das Rennen macht, dann kommen die 60 000 Tonnen feinster Sand sogar aus einem Großräschener Ortsteil.

Das Strand-Projekt soll im Sommer starten. Der Strand mit einem separaten Hundebadeplatz und FKK-Bereich wird 800 Meter lang sein, sich ostwärts des Hafens befinden und bis zu 6000 Gästen Platz bieten. Für den Strandbau in der einstigen Kohlestadt hat das Land Brandenburg 2 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt. 20 Prozent der Kosten stemmt Großräschen aus eigener Kraft. Die Ausschreibung für den Strandbau als gemeinsames Projekt von Stadt und LMBV, läuft derzeit. Wichtiges Entscheidungskriterium für die Sand-Auswahl wird sein, welcher Sand am stabilsten liegt. Ein Gutachten hat sich damit beschäftigt.