ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:28 Uhr

Landrat macht Druck: Mehrfach-Straftäter aus OSL geht
Straffälliger Problem-Syrer am Mittwoch nach Damaskus zurückgeführt

FOTO: Frank Hilbert
Senftenberg. In Oberspreewald-Lausitz ist ein mehrfach straffälliger Flüchtling nach Syrien zurückgeführt worden. Landrat Heinze fand deutliche Worte und appellierte an die Landesregierung. Von Andrea Budich

Der 38-jährige anerkannte Flüchtling aus Syrien, der in seiner neuen Heimat Oberspreewald-Lausitz für viel Ärger gesorgt hat, ist nach mehreren erfolglosen Versuchen am Mittwoch per Flugzeug nach Damaskus in Syrien zurückgeführt worden. „Der Aufenthalt des Syrers Herrn Z. im Landkreis ist damit endgültig beendet“, bestätigt Landrat Siegurd Heinze (parteilos).

Mitte Januar war der Syrer in der Asyl- und Ausländerbehörde  in Senftenberg völlig ausgerastet. Er schmiss Stühle um, drosch gegen Scheiben und brüllte die Mitarbeiterinnen an. Dabei war er nur wegen einer Formalie dort - vergleichbar mit der Antragstellung für einen neuen Personalausweis. Der Mann tickte total aus. Warum, weiß bis heute keiner. Die Polizei sprach damals von einem „psychischen Ausnahmezustand“ und nahm Z. in Gewahrsam.

Syrer war für Landrat Heinze eine tickende Zeitbombe

Für Landrat Heinze war der streitlustige und unberechenbare Syrer bereits im Januar eine tickende Zeitbombe, die ihm große Sorgen bereitete, weil eine Eskalation zu befürchten war. Seit seiner Ankunft in Deutschland im Jahr 2015 liefen gegen den Syrer 13 Ermittlungsverfahren. Die schwerste Straftat brachte ihn für anderthalb Jahre hinter Gitter, nachdem er bei einem Klinikaufenthalt in Lübben eine Krankenschwester mit einer Schere attackiert hat.

Seit der Syrer Z. aus dem Knast war, hat er kreisweit für Ärger gesorgt. Er hat ohne sichtbaren Grund Leute auf der Straße belästigt und Behörden-Mitarbeiter in Angst und Schrecken versetzt. Jedwede Form von Sozialarbeit lehnte der Mann aber kategorisch ab.

Landrat appelliert wegen Problem-Syrer an Landesregierung

„Er gehört abgeschoben“, forderte der Landrat  schon im Januar öffentlich in der RUNDSCHAU. Nach mehreren erfolglosen Versuchen ist der Mann in dieser Woche zurückgeführt worden.

Landrat Siegurd Heinze dazu: „Mehrfach straffällig gewordene Asylbewerber werden im Landkreis Oberspreewald-Lausitz nicht geduldet. Bei einschlägig Polizei bekannten Fällen ist eine Abschiebung folgerichtig und zwingend. Wenn diese Straftäter unserer Gesellschaft ungehindert weiter Schaden zufügen könnten, schaden sie damit sogleich denjenigen, die tatsächlich unseres Schutzes bedürfen.“

Der Landrat appelliert damit erneut an die Landesregierung, insbesondere an das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, und an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Abschiebepraxis im Umgang mit Mehrfachstraftätern unter den Asylbewerbern noch konsequenter umzusetzen beziehungsweise die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.