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Radverkehr in Senftenberg
Stoppschilder für Fahrradstraße passé

Die Fahrradstraße am Jüttendorfer Anger in Senftenberg ist nicht ungefährlich. Autofahrer müssen dem Radverkehr von beiden Seiten aus die Vorfahrt gewähren. Die Unfallkommission sieht keinen Handlungsbedarf.
Die Fahrradstraße am Jüttendorfer Anger in Senftenberg ist nicht ungefährlich. Autofahrer müssen dem Radverkehr von beiden Seiten aus die Vorfahrt gewähren. Die Unfallkommission sieht keinen Handlungsbedarf. FOTO: Jan Augustin / LR
Senftenberg. Die Unfallkommision des Landkreises erkennt keinen Handlungsbedarf am Jüttendorfer Anger.

Die Verkehrsregelung an der Fahrradstraße am Jüttendorfer Anger in Senftenberg soll so bleiben, wie sie ist. Die Verkehrsunfallkommission des Landkreises Oberspreewald-Lausitz erkennt an diesem Kreuzungsbereich keinen Unfallschwerpunkt. Das geht aus einer Antwort der Stadt Senftenberg an die Stadtverordnete Kerstin Weidner (Agsus) hervor. Nach Bürgerhinweisen hatte sie vorgeschlagen, dort zwei Stoppschilder für den Autoverkehr aufzustellen. Vertreter der Stadt, des Kreises und der Polizei hatten diesen Bereich wiederholt unter die Lupe genommen. Zuletzt wurde insbesondere ein Unfall im Sommer mit einer Leichtverletzten und geringem Sachschaden bewertet. „Im Ergebnis wurde festgelegt, dass keine Änderung an der vorhandenen Verkehrsbeschilderung vorgenommen wird“, heißt es in der Antwort. Von der Facharbeitsgruppe sei eingeschätzt worden, dass die vorhandene Ausschilderung mit dem Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ klar und deutlich und die Sichtverhältnisse auch übersichtlich und ausreichend seien. Die Unfallanalyse der Polizei habe gezeigt, dass bei dem Radfahrunfall im August die Haftungsverantwortung der Unfallbeteiligten pauschal nicht zu klären sei. Die Ursachen der vier Unfälle in der Vergangenheit zwischen Mai 2014 und März 2016 seien auf die damals geänderte Radfahrerführung in diesem Bereich aufgrund der Baustelle am Wohnhaus „Ernst-Thälmann-Straße 38“, die kreuzungsversetzt über den Gehweg geführt wurde, zurückzuführen. Kerstin Weidner ist mit diesem Antwortschreiben der Stadt allerdings nicht einverstanden. „Ich werde mich damit nicht zufrieden geben“, kündigt sie an.

(jag)