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| 20:35 Uhr

Tag der offenen Ateliers
Stippvisite im Maler-Atelier eines Piraten

 Mario Gnüchtel zeigte zum „Tag des offenen Ateliers“ seine  Bilder. Sein größter Fan ist Töchterchen Anna.
Mario Gnüchtel zeigte zum „Tag des offenen Ateliers“ seine  Bilder. Sein größter Fan ist Töchterchen Anna. FOTO: Uwe Hegewald
Klettwitz. Der Klettwitzer Mario Gnüchtel hat beim „Tag des offenen Ateliers“ Einblick in seine Pläne gegeben. Von Uwe Hegewald

Nein, in eine Schublade lässt sich Mario Gnüchtel nun wirklich nicht stecken. Viele kennen den Klettwitzer als Künstler, Kulturschaffenden, Leiter einer eigenen Kreativwerkstatt, aber auch als Clown, Pirat, Entertainer und sogar als Weihnachtsmann oder Osterhase. Mit entsprechendem Auftrag ist der Klettwitzer in jeder dieser Missionen unterwegs - zuletzt oft auch im Berliner Raum und häufig bei Familien- und Kinderveranstaltungen.

Selbst Vater von fünf Kindern will er diese Momente ebenso wenig missen wie Ehegattin Dagmar, die seine Leidenschaft bedingungslos teilt. Seit elf Jahren reist Mario Gnüchtel als Selbstständiger durch die Lande. Sein Rückzugsraum ist der „Hof der Möglichkeiten“, ein Vierseitenhof in der Annahütter Straße, mit Kreativcafé, Galerie, Atelier und allerhand Räumlichkeiten für verschiedenste Möglichkeiten. „Inzwischen treffen sich hier auch Linedancer zum Tanzen und zum Plaudern“, nennt der Klettwitzer ein Beispiel. Er selbst nutzt den Hof und sein Atelier als Ruhepol, zieht sich bei Bedarf zum Malen zurück und zur Entschleunigung.

Bilder mit maritimem Zuschnitt zeugen von seiner jüngsten Schaffensperiode. Irgendwie war diese auch abzusehen, sticht Mario Gnüchtel doch oft auch als Pirat in See. Frohe Botschaft des „Jack Sparrow im Lausitzer Seenland“: Ein neues, 8,50 Meter langes Boot ist gefunden, mit dem es ab dem kommenden Jahr wieder aufs Wasser gehen soll. „Ich hoffe, für die Seenlandpirat II am Geierswalder See wieder einen Ankerplatz zu bekommen“, blickt der temporäre Seeräuber voraus.

Obwohl der Vergleich Fragen aufwirft: Wie gelingt es in dieser Funktion eine Anstellung als Referent an Schulen in Lübbenau und Senftenberg zu finden? Demnächst soll noch eine Schule in Lauchhammer hinzukommen, an der ein Gartenkurs für Kinder eröffnet werden soll. „Vielkräutergarten“ und „Pfad der Sinne“ sind die Schlagwörter, die Mario Gnüchtel in seinem Kopf spazieren führt.

An Ideen scheint es dem Klettwitzer, der inzwischen auch 80 Bilder gemalt hat, nicht zu fehlen. Man müsse sich ausprobieren, lautet seine Lebensphilosophie. Auch, wenn es mal nicht rund läuft oder einen die eigene Krankheit zurückwirft, betont er. Jüngstes Projekt: die Musik. „Seit einigen Wochen lerne ich Bassgitarre zu spielen. Macht riesigen Spaß“, beteuert er.