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| 17:49 Uhr

Starklar für Saison auf dem Wasser

Alle Signale stehen auf Grün: Der Senftenberger und der benachbarte Geierswalder See sind wieder schiffbar. Die Schleuse im Koschener Kanal ist betriebsbereit. Die Saison auf dem Wasser kann starten.
Alle Signale stehen auf Grün: Der Senftenberger und der benachbarte Geierswalder See sind wieder schiffbar. Die Schleuse im Koschener Kanal ist betriebsbereit. Die Saison auf dem Wasser kann starten. FOTO: Steffen Rasche/str1
Großkoschen. Der Senftenberger See ist wieder frei für die Schifffahrt und den Wassersport. Die nutzbaren Wasserflächen bleiben zum Vorjahr unverändert, bestätigt die Staumeisterei. Und der Wasserweg zum Geierswalder See ist offen. Kathleen Weser

Das erste warme Wochenende des Frühjahrs steht an. Und pünktlich kann der Senftenberger See von Bootsführern und Wassersportlern wieder in Besitz genommen werden. Der derzeit fast maximal angestaute Wasserspeicher Niemtsch ist bereit. Das bestätigt die Staumeisterei des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) in Buchwalde, die noch in dieser Woche die letzten Bojen legen ließ. Die Insel, die aus einem geschütteten Kippenmassiv besteht, bleibt absolut tabu. Das Befahren des Senftenberger Sees ist der Landesschifffahrtsverordnung zufolge in einem Abstand von 100 Metern zum Ufer für motorgetriebene und von 40 Metern für alle anderen Wasserfahrzeuge verboten. Das Fahrgastschiff hat immer Vorfahrt. Der See ist in die Wasserstraßenklasse A eingestuft. Diese beinhaltet eine Wassertiefe von 1,70 Metern. Boote mit größerem Tiefgang können das Gewässer auf eigene Gefahr befahren. Eine Begrenzung aufgrund der See-Geologie gibt es nicht.

Das Land Brandenburg hat Tiefenlotungen durchführen lassen, um den Seekörper auf Veränderungen zu überprüfen. Eine Generalsanierung des Wasserspeichers wird geplant.

Der Wasserweg zum Geierswalder See durch den Koschener Kanal und die Schleuse ist offen. Das bestätigt Dirk Hartmann, der Schleusenwärter des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB). Die Anlage hat den milden Winter gut überstanden und schnell gespurt nach dem ersten Einschalten. "Bei den Testschleusungen hat alles gut funktioniert", erklärt Hartmann.

In wenigen Tagen stehen Wartungsarbeiten auf dem Programm, die eine kurzzeitige Sperrung des Wasserweges erfordern. Der Schließung von Schleusen geht generell ein bürokratisches Anmeldeverfahren beim Schifffahrtsamt voraus. Deshalb ist der Antrag für knapp eine Woche gestellt worden (19. bis 22. April). "Wir werden aber natürlich alles dafür tun, die Sperrzeit so gering wie möglich zu halten", versichert Dirk Hartmann.

Die gute alte "Santa Barbara" der Reederei M. Löwa nimmt Fahrt auf dem Senftenberger See auf. Noch unklar ist, wann der neue Solarkatamaran die Fahrgastschiffslinie nach Geierswalde bedienen kann. Ein Schaden ist noch zu regulieren, und die Abnahme des Schiffes steht noch aus, bestätigt Marianne Löwa.