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Städtebündnis setzt Europa-Kurs fort

Ausflug mit der "Aqua Phönix": Senftenbergs Städtepartner bekommen ein abwechslungsreiches Programm geboten.
Ausflug mit der "Aqua Phönix": Senftenbergs Städtepartner bekommen ein abwechslungsreiches Programm geboten. FOTO: Groebe/Stadtverwaltung
Senftenberg. Senftenberg war die vergangenen vier Tage Gastgeber für ein Städtepartnerschaftstreffen. Bürgermeister aus Europa reisten durch die Lausitz, besuchten den Landtag in Potsdam und schipperten mit der "Aqua Phönix" auf dem Senftenberger See. Mit Vertrag im Gepäck nehmen die Amtsoberhäupter weiter Kurs Richtung Europa. Jan Augustin

Höhepunkt des Treffens ist der offizielle Empfang im Großen Ratssaal des Rathauses am Samstag gewesen. Die Vertreter der Partnerstädte sprachen bei dem Festakt über den europäischen Gedanken und über die Verantwortung der Städte und ihrer Bürger vor Ort. Im Anschluss haben die sieben Bürgermeister ein gemeinsames Dokument unterschrieben. Es soll die Grundlage für eine Zusammenarbeit auf der Grundlage des Gedankens eines vereinten Europas auch in den kommenden Jahren bilden, erklärte Gastgeber Andreas Fredrich: "Wir haben mit diesem Treffen unsere seit vielen Jahren bestehende Partnerschaft und Zusammenarbeit auf eine neue Stufe gestellt. In einem vereinten Europa wollen wir zeigen, wie unkompliziert ein Zusammengehen unter anderem im Europäischen Städtebündnis ist. Insbesondere für den Kultur- und Jugendaustausch wollen wir in den nächsten zwei Jahrzehnten neue Impulse und Akzente setzen."

Bürgermeister Giovanni Di Stefano aus dem italienischen Fresagrandinaria betonte: "Ich begleite diese Partnerschaft seit der Gründung als ehrenamtlicher Bürgermeister und bin stolz, dass wir nach 20 Jahren immer noch die Zusammenarbeit pflegen. Unsere Gemeinschaft ist das beste Beispiel für gelebte Freundschaft in Europa. Und dass wir dabei auch verstärkt auf die Jugend setzen, sichert die weitere Zukunft für unsere Allianz".

Musiker in den Kommunen

Senftenbergs Alt-Bürgermeister Klaus-Jürgen Graßhoff brachte den Sinn der Städtepartnerschaft auf den Punkt: "In Brüssel und Straßburg sitzen die EU-Dirigenten, die Musiker sind aber die Macher in den Kommunen, ohne die kein stimmiges Musikstück möglich wäre. Und das Städtebündnis ist der praktische Beweis für gelebte Partnerschaft", sagte Graßhoff.

20 Jahre gibt es das Europäische Städtebündnis nun. Grund genug für ein gemeinsames Treffen, um über Europa als Wertegemeinschaft zu sprechen, über die Verantwortung der Städte und ihrer Bürger vor Ort. Der Senftenberger Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) hatte seine Amtskollegen für vier Tage in die Lausitz eingeladen.

2017 geht's nach Tschechien
Auf dem Besuchsprogramm standen unter anderem ein Arbeitsgespräch im Potsdamer Landtag sowie eine Rundfahrt auf dem Senftenberger See mit dem Solar-Katamaran "Aqua Phönix". An dem Treffen nahmen Delegationen aus Fresagrandinaria (Italien), Püttlingen (Deutschland), Zamberk (Tschechien), Nowa Sol (Polen) Saint Michel sur Orge (Frankreich) und Veszprém (Ungarn) teil. Die siebente Partnerstadt, das Senftenberg in Österreich, ist nicht Mitglied im Europäischen Städtebündnis und hat deshalb auch nicht an dem Treffen teilgenommen. Im nächsten Jahr wollen die Städtepartner in Zamberk zusammenkommen, teilte Senftenbergs Stadtsprecher Andreas Groebe am Sonntag mit.