(jag) Die Projekte des Förderprogrammes „Soziale Stadt“ in Großräschen nehmen weiter Gestalt an. Wie Stadtsprecherin Kati Kiesel mitteilt, wird auf einer ehemaligen Abrissfläche an der Wilhelm-Pieck-Straße ein kleiner Park gebaut. Hier haben im Herbst vor einem Jahr bereits elf Eltern aus dem Quartier Obstbäumchen für ihre Kinder gepflanzt. Die Aktion „Einen Baum pflanzen für mein Kind“ ist auf viele Jahre angelegt. Auch in diesem Jahr werden Familien 15 Bäume für die 2018 geborenen Babys setzen. „Die gesamte Fläche wird im Moment mit Wegen, zukünftigen Obstbaumflächen, Findlingen und Sitzmöglichkeiten zu einem Treffpunkt für alle Bewohner des Quartiers umgestaltet“, so Kiesel. Um die jungen Obstbäume vor Wild zu schützen, werden Zäune gebaut.

Auch an verschiedenen Stationen des Spielepfades wird gearbeitet. Das Kleinkinderspielgerät am Seespielplatz ist fertig. Auf der Skaterbahn stehen Besen bereit, und der Kletterfelsen wurde reaktiviert und kann von den Großräschener Jugendeinrichtungen genutzt werden. Der defekte Belag auf der Sportfläche der ehemaligen Gesamtschule an der Wilhelm-Pieck-Straße wurde inzwischen komplett abgetragen. Auf der darunter liegenden Asphaltfläche sollen Ballspiele, zum Beispiel Streetball, ermöglicht werden. „Jugendliche können sich gern mit Ideen und Wünschen einbringen“, fordert Kati Kiesel zur Teilnahme auf. Der leerstehende Schleckermarkt in der Rubensstraße wurde zurückgebaut, die Fläche wird noch gestaltet. Die Entkernung der ehemaligen Sauna im Sportgebäude in der Chransdorfer Straße ist fast abgeschlossen, bald wird der Umbau der Räume zum Quartierstreff beginnen.

Im Rahmen der „Sozialen Stadt“ seien inzwischen viele Ideen und Wünsche für die Nordstadt und das Malerviertel entstanden oder bei den Quartiersfesten angesprochen worden. Kati Kiesel: „Bänke, Mietergarten, Spiel- und Aktionsflächen, Trimm-Dich-Pfad, kleine Feste, Verbesserungsvorschläge für Spielplätze, Parkplätze, Grünanlagen oder eine Holzwerkstatt – die vielfältigen Ideen können nur mit den Bewohnern, für die Bewohner des Quartiers verwirklicht werden.“ Deshalb habe die Stadt einen Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm BIWAQ gestellt. Das Programm fördert Projekte zur Integration in Arbeit und zur Stärkung der lokalen Ökonomie. Bei Arbeitseinsätzen im eigenen Wohnumfeld bekommen Arbeitslose handwerkliche, organisatorische und technische Fähigkeiten vermittelt, die sie bei der Arbeitssuche unterstützen. Die Wequa (Wirtschaftsförderungs- und Qualifizierungsgesellschaft) aus Lauchhammer ist dabei Partner der Stadt. „In Workshops sollen unter Anleitung Bänke, Spielgeräte oder Insektenhotels gebaut, Wände gestaltet und eine Veranstaltungsfläche angelegt werden“, erläutert Kati Kiesel.

Großräschener, die auf der Suche nach neuen beruflichen Perspektiven sind und sich für Gartenbau oder Handwerk begeistern, können sich bei Quartiersmanagerin Karin Krüger unter 0152  03929722 melden.